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Massen-Gentest im Fall Claudia Ruf: 78 Männer fehlen

Grevenbroich  

Massen-Gentest im Fall Claudia Ruf: 78 Männer fehlen

05.12.2019, 12:21 Uhr | dpa

Massen-Gentest im Fall Claudia Ruf: 78 Männer fehlen. Die Polizei führt einen Speicheltest durch

Die Polizei führt einen Speicheltest durch. Foto: Roland Weihrauch/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Bei der ersten Phase des Massen-Gentests im Mordfall Claudia Ruf sind 78 Männer nicht zur Abgabe der Speichelprobe erschienen. "Das kann verschiedene gute Gründe haben", sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag in Bonn: Krankheit, Urlaubsreise, berufsbedingte Abwesenheit, Nicht-Erhalten der Einladung. "Wir werden diese Männer nun kontaktieren. Bislang haben wir keinen einzigen Verweigerer."

945 von 1023 angeschriebenen Männern waren an den vergangenen beiden Wochenenden freiwillig zum Test erschienen. Die Bonner Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa hatte dies als überwältigendes Ergebnis gewertet.

Zudem seien bereits 350 Bitten an Polizeidienststellen bundesweit versandt worden, von Männern, die zur Tatzeit in Grevenbroich-Hemmerden gewohnt haben, eine Speichelprobe zu nehmen. Erst zum Schluss sollen die Männer kontaktiert werden, die ins Ausland gezogen sind, sowie die Angehörigen der bereits gestorbenen Männer.

Die damals elfjährige Claudia Ruf war 1996 in ihrem Heimatort Hemmerden entführt und sexuell missbraucht worden. Ihre Leiche wurde 70 Kilometer entfernt auf einem Feldweg in Euskirchen bei Bonn gefunden. Die Suche nach dem Mörder war kürzlich wieder aufgerollt worden, weil Profiler neue Ansätze bei dem Fall entdeckt hatten. Dies mündete in den dritten Massen-Gentest in dem Mordfall, bei dem nun die DNA von 1900 Männern überprüft werden soll. Mit Ergebnissen ist in zwei bis drei Monaten zu rechnen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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