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Zwei Jenaer Forscher erhalten hochdotierte Leibniz-Preise

Jena  

Zwei Jenaer Forscher erhalten hochdotierte Leibniz-Preise

05.12.2019, 13:48 Uhr | dpa

Zwei Jenaer Forscher erhalten hochdotierte Leibniz-Preise. Gottfried Wilhelm Leibniz-Preisträger 2020

Prof. Dr. Markus Reichstein (l.), Globale Geoökologie und Prof. Dr. Johannes Grave, Neuere Kunstgeschichte an der Universität Jena. Foto: Jan-Peter Kasper/FSU/dpa (Quelle: dpa)

Jena/Bonn (dpa/th) - Wissenschaftler aus Jena erhalten im März zwei der jeweils mit 2,5 Millionen Euro dotierten Leibniz-Preise 2020. Die Auszeichnungen gehen an Johannes Grave, Professor für Kunstgeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität, und Markus Reichstein, der am Max-Planck-Institut für Biogeochemie forscht. Die insgesamt zehn Preisträger wurden aus 114 Vorschlägen ausgewählt, wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft am Donnerstag in Bonn mitteilte. Das Preisgeld können sie bis zu sieben Jahre lang nach eigenen Vorstellungen für ihre Forschungen verwenden.

"Der Leibniz-Preis ist fast so etwas wie ein kleiner Nobelpreis", erklärte der Präsident der Universität Jena, Walter Rosenthal. Wenn gleich zwei Preise nach Jena vergeben werden, sei das ein Beweis für die hier vorhandene Forschungsstärke. Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) bezeichnete die Preisvergabe als "herausragendes Zwischenzeugnis für den Forschungsstandort Thüringen". Die zweifache Vergabe nach Jena spreche für auch im internationalen Vergleich sehr guten Rahmenbedingungen für Wissenschaftler in Thüringen. Die Auszeichnung sei der wichtigste Forschungsförderpreis in Deutschland.

Dem 43-jährige Grave wurde der Preis "für seine Standards setzenden kunstgeschichtlichen Arbeiten zur Goethe-Zeit, Romantik und zur Frühen Neuzeit" zuerkannt. Gelobt wurde seine fächerübergreifende Perspektive, die Kunstgeschichte auch mit Philosophie, Literaturwissenschaften und Begriffsgeschichte in neuer Weise verbinde. Reichstein (47) habe es mit seinen Arbeiten ermöglicht, "Datennetze und Datenlücken über Stoffflüsse unseres Planeten weiter zu schließen", hieß es in der Mitteilung. "Dies ist eine wichtige Voraussetzung, um die wechselseitigen Einflüsse von Klimawandel und Ökosystemen über Erdsystemmodellierungen vorhersagen zu können."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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