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Intensiv und nachhaltig: "Man Ray - Zurück in Europa"

Saarbrücken  

Intensiv und nachhaltig: "Man Ray - Zurück in Europa"

05.12.2019, 14:53 Uhr | dpa

Intensiv und nachhaltig: "Man Ray - Zurück in Europa". Ausstellung "Man Ray - Zurück in Europa"

Museumsdirektor Roland Mönig (l) und der Kurator der Ausstellung, Roland Augustin. Foto: Katja Sponholz/dpa (Quelle: dpa)

Man Ray, mit bürgerlichem Namen Emmanuel Rudnitzky, zählt zu den zentralen Protagonisten der europäischen Avantgarde des 20. Jahrhunderts. Dem Fotografen, Filmregisseur, Objektkünstler und Maler widmet die Moderne Galerie des Saarlandmuseums ihre nächsten Ausstellung: Von Samstag (Eröffnung Freitag, 19 Uhr) bis zum 8. März 2020 rückt sie mit "Man Ray - Zurück in Europa" seine weitgehend vergessenen Ausstellungsbeteiligungen in Saarbrücken von 1951 bis 1954 in den Mittelpunkt.

"Es ist eine in der Relation kleine Ausstellung", räumte Museumsdirektor Roland Mönig am Donnerstag ein, "aber ich glaube, in dem Input, in der wissenschaftlichen Recherche, in der Frage, was ist eigentlich die Geschichte des Museums hier in Saarbrücken, die Geschichte der Moderne in Saarbrücken, möglicherweise die Geschichte der Moderne in Europa, eine intensive und nachhaltige Ausstellung."

Man Ray hielt sich 1952 in Saarbrücken auf, um eine Ausstellung über den Surrealismus zu betreuen. Von 1951 bis 1954 nahm er an den beiden ersten legendären Ausstellungen Otto Steinerts mit dem Titel "subjektive fotografie" teil. "Man Ray - Zurück in Europa" zeigt seltene Spuren dieser intensiven Beziehung zu Saarbrücken.

"Die Ausstellung war für mich eine sehr große Herausforderung, aber auch ein großer Wunsch, seitdem ich seit dem Jahr 2000 Kontakt mit Edith Buch hatte", erzählte Kurator Roland Augustin, Leiter der Fotografischen Sammlung. Man Ray hatte der Fotografin 1952 aus Dankbarkeit für ihre Hilfe bei der Ausstellung "Europäische Malerei des Surrealismus" in Saarbrücken eine Fotografie geschickt, die 1938 in Paris entstanden war. Sie zeigt die porträthafte Darstellung einer Schaufensterpuppe mit transparenten Tränenimitationen in den Augenwinkeln und Tabakspfeifen in der Frisur und ist auch Titelbild des Ausstellungskataloges.

Dieses Bild ist laut Mönig "ein Kernstück der Sammlung", um das sich eine konzentrierte Auswahl weiterer Werke versammelt. Bis zum 8. März 2020 sind insgesamt 60 Exponate zu sehen, davon 40 Fotografien, zudem Objekte und Filme. Zwölf Werke stammen aus eigenem Besitz, 48 sind Leihgaben - unter anderem aus dem Centre Pompidou in Paris, der Kunsthalle Bielefeld, der SK Stiftung Kultur Köln und Privatsammlungen.

Eine solche Ausstellung drei Jahre nach der Wiedereröffnung der Modernen Galerie mache Sinn, sagte Mönig. "Wir haben hier alles im Haus, was man an künstlerischen Ausdrucksformen haben kann." Und gerade Man Ray habe mit großer Souveränität und Unbefangenheit zwischen den künstlerischen Gattungen gewechselt. Zugleich offenbare sich das Museum als "eine Art Kapillarsystem", in dem es Bewegungen von allen Trakten in alle Trakte gebe. Denn noch bis zum 26. Januar ist hier auch die Sonderausstellung über Auguste Rodin (1840 - 1917) und Bruce Nauman (1941 geboren) zu sehen. Man Ray bilde dabei "das Missing Link" (fehlende Bindeglied) zwischen den Beiden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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