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Erzbistum Bamberg nimmt 183 Millionen Euro Kirchensteuer ein

Bamberg  

Erzbistum Bamberg nimmt 183 Millionen Euro Kirchensteuer ein

05.12.2019, 16:57 Uhr | dpa

Das Erzbistum Bamberg hat trotz zahlreicher Kirchenaustritte 2018 mehr Geld mit Kirchensteuern eingenommen als im Jahr davor. 183 Millionen Euro waren es im vergangenen Jahr, wie das Bistum am Donnerstag mitteilte - gut 11 Millionen mehr als 2017. Und das, obwohl das Erzbistum ein bisheriges Allzeithoch von knapp 6400 Kirchenaustritten verzeichnete. Ein Jahr zuvor waren es rund 4800. Insgesamt zählt das Erzbistum nun rund 669 000 Katholiken.

Das vergangene Jahr wurde mit einem Überschuss von drei Millionen Euro abgeschlossen. Das Geld solle nun für Aufgaben der Caritas verwendet werden. Zu den Kirchensteuern kamen Erträge aus öffentlichen Zuschüssen, Mieten und Pachten. Auf der Ausgabenseite standen demgegenüber 108 Millionen Euro Personalkosten für rund 1800 Mitarbeiter in der Seelsorge und der Verwaltung. 41 Millionen Euro investierte das Erzbistum in Bildungshäuser, Schulen, Kindertagesstätten und Pfarrheime. Das Vermögen des Erzbistums - Grundstücke, Gebäude und flüssige Mittel - wird auf 744 Millionen Euro beziffert.

Es war das erste Mal, dass das Erzbistum seine Jahresabschlüsse nach den auch für große Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellte. Die Bilanzen seien freiwillig nach den Standards des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt und veröffentlicht worden. Damit wolle man den wachsenden Informationsbedürfnissen der Kirchensteuerzahler gerecht werden.

Bei der Umstellung auf die HGB-Bilanzierung mussten rund 200 Grundstücke und Gebäude sowie 4600 Kunstgegenstände bewertet werden. Dabei habe man in den Bibliotheken rund 170 wertvolle Bücher entdeckt, sagte Finanzdirektor Mathias Vetter. Auch die anderen bayerischen Bistümer haben weitgehend auf die neue Rechnungslegung umgestellt. Sie folgen damit einem Beschluss der Bischofskonferenz.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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