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Polizei hofft auf Hinweise zu Prostituiertenmord von 1994

Flensburg  

Polizei hofft auf Hinweise zu Prostituiertenmord von 1994

06.12.2019, 12:23 Uhr | dpa

Der Mord an der Flensburger Prostituierten Sylvia D. ist am Mittwoch (20.15 Uhr) Thema in der Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst". Die Ermittler erhoffen sich durch die Vorstellung des Falls in der ZDF-Sendung neue Hinweise, wie das Landeskriminalamt am Freitag mitteilte. Beamte der Cold Case Unit haben den Fall gemeinsam mit der Flensburger Mordkommission wieder aufgerollt. Es gibt auch DNA-Spuren.

Das 25 Jahre alte Opfer hatte in Inseraten als "Mandy" um Freier geworben und diese in einer Wohnung in der Bahnhofstraße empfangen. In dem Mehrfamilienhaus arbeiteten zwei weitere Prostituierte. Fallanalytiker gehen davon aus, dass die als lebenslustig beschriebene zweifache Mutter ein Zufallsopfer war und der Täter wusste, in welchen Wohnungen die Prostituierten arbeiteten.

Sylvia D. öffnete im August 1994 ihrem Mörder die Tür. Nach Spurenlage schlug und stieß der Täter sein Opfer sofort. Rund 30 Mal stach er auf sie ein. "Bizarres Detail: Der Täter nahm die blutige Kleidung des Opfers sowie ein Gewebestück aus dem Körper mit. In Deutschland gibt es bis heute keine Tat mit vergleichbarem Muster", teilte das LKA mit.

Nachbarn hörten die Schreie, denn viele Balkontüren und Fenster waren an dem heißen Tag geöffnet. Einen Notruf setzte aber niemand ab. Einige Zeugen hätten später angegeben, an Lärm und Geräusche aus der Wohnung gewohnt gewesen zu sein. Der Mörder entkam unerkannt am helllichten Tag. Ein Taxifahrer sagte später aus, er habe im Bereich des Bahnhofs einen Fahrgast mit blutiger Kleidung befördert. Auf Nachfrage habe der Mann behauptet, er sei Fleischer.

Die Polizei sucht Zeugen, die Personen mit auffälligem Verhalten oder blutiger Kleidung in der Nähe des Flensburger Bahnhofs gesehen haben und mögliche weitere Bewohner des Hauses, die damals nicht befragt wurden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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