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Energieversorger EWE verkauft 26 Prozent an Investor Ardian

Oldenburg  

Energieversorger EWE verkauft 26 Prozent an Investor Ardian

06.12.2019, 12:42 Uhr | dpa

Der norddeutsche Energieversorger EWE verkauft 26 Prozent seiner Anteile an den französischen Infrastrukturinvestor Ardian. Das teilte EWE am Freitag in Oldenburg mit. Die neuen Partner wollten vor allem in die strategischen Bereiche erneuerbare Energien, Telekommunikation und Netze investieren. EWE-Vorstandschef Stefan Dohler sprach vor Journalisten von einer "langfristigen, auf Wachstum angelegten Partnerschaft". EWE erhalte Zugang zu neuen Produkten, Märkten, Finanzierungen und neuem Know-how.

Sofern das Bundeskartellamt zustimmt, soll das Geschäft im ersten Quartal 2020 abgewickelt werden. Zu finanziellen Details sei Stillschweigen vereinbart worden. "Das gilt auch für den Kaufpreis", sagte Dohler. Das "Handelsblatt" berichtete von einem Geschäft im Wert von 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro.

EWE versorgt im Nordwesten Deutschlands und in Brandenburg etwa zwei Millionen Kunden mit Strom, Gas und Telekommunikation. 2018 lag der Umsatz bei 5,7 Milliarden Euro, das Ergebnis betrug 167 Millionen Euro. Die nicht börsennotierte AG gehört überwiegend den Städten und Landkreisen im Nordwesten.

"Wir sind ein langfristiger Partner", bekräftigte Michael Reuther, Direktor im Ardian-Infrastrukturteam. Die Investmentgesellschaft mit Hauptsitz Paris verwaltet nach eigenen Angaben Vermögenswerte von rund 98 Milliarden US-Dollar (86,4 Mrd. Euro). Als starker Minderheitsaktionär bei EWE ersetzt Ardian den baden-württembergischen Versorger EnBW, der seit 2016 schrittweise ausgestiegen war. EWE hatte seit Juni intensiv nach einem neuen Investor gesucht.

"Es ist und bleibt ein regionale Unternehmen, das dadurch europäischen Sachverstand dazubekommt", sagte Heiner Schönecke, Geschäftsführer des EWE-Verbands der kommunalen Eigentümer. Es sei wichtig, dass der neue Investor diese kommunale Verankerung verstehe.

In der Sparte Telekommunikation will EWE gemeinsam mit der Deutschen Telekom in den kommenden vier Jahren 300 000 Haushalte im Nordwesten mit schnellem Glasfasernetz versorgen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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