Sie sind hier: Home > Regional >

Zahl der Einbürgerungsanträge 2019 erneut gestiegen

Wiesbaden  

Zahl der Einbürgerungsanträge 2019 erneut gestiegen

07.12.2019, 10:05 Uhr | dpa

Zahl der Einbürgerungsanträge 2019 erneut gestiegen. Einbürgerung

Ein Mann hält bei einer Einbürgerungszeremonie eine Einbürgerungsurkunde. Foto: Julian Stratenschulte/dpa (Quelle: dpa)

Bei der Zahl der neu gestellten Einbürgerungsanträge in Hessen zeichnet sich 2019 eine deutliche Steigerung ab. Die drei Regierungspräsidien registrierten Ende September einen Zuwachs von 13 Prozent (Gießen), 14 Prozent (Darmstadt) und 18 Prozent (Kassel). Insgesamt waren zum Stichtag (27. September) rund 19 360 Einbürgerungsverfahren in Hessen anhängig, wie aus einer Antwort des Innenministeriums auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion im Landtag in Wiesbaden hervorgeht.

In dieser Gesamtsumme sind auch Verfahren erfasst, die aktuell nicht bearbeitet werden. Dies ist etwa dann der Fall, wenn Minderjährige unter Auflagen eingebürgert wurden, jedoch die Volljährigkeit abgewartet werden muss. Erst dann könne das Entlassungsverfahren aus der bisherigen, ausländischen Staatsbürgerschaft betrieben werden. Wer einen deutschen Pass bekommen möchte, muss seine bisherige Staatsbürgerschaft im Regelfall aufgeben. Es gibt jedoch Ausnahmen.

Die durchschnittliche Verfahrensdauer für eine Einbürgerung seit 2015 variierten bei den drei Regierungspräsidien zwischen 305 Tagen (Darmstadt) und 256 Tagen (Gießen). Das Innenministerium gab zu Bedenken, dass an dem Verfahren mehrere Behörden, darunter teils ausländische, beteiligt sind, was zu Verzögerungen führen kann. 2018 waren 12 510 Männer und Frauen in Hessen eingebürgert worden. In 220 Fällen wurde der Antrag abgelehnt.

Seit März 2011 werden Einbürgerungsanträge in Hessen ausschließlich elektronisch bearbeitet, wie das Innenministerium erläuterte. Bei der "E-Einbürgerung" haben alle beteiligten Stellen - im Rahmen ihrer Zuständigkeit - Zugriff auf die elektronische Akte. Dazu zählen etwa die Kommunen, die den Antrag entgegen nehmen, aber auch das Landeskriminalamt, das Landesamt für Verfassungsschutz und die Ausländerbehörden.

Wer Deutscher werden will, muss unter anderem seit acht Jahren hier leben, ein unbefristetes Aufenthaltsrecht haben und sich zum Grundgesetz bekennen. Zu den weiteren Voraussetzungen zählen, dass der Antragsteller sich und seine Familie ohne Sozialleistungen ernähren kann, keine schweren Straftaten begangen hat und gut Deutsch spricht.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal