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Kalorienbedarf der Welt steigt durch schwerere Menschen

Göttingen  

Kalorienbedarf der Welt steigt durch schwerere Menschen

08.12.2019, 12:39 Uhr | dpa

Kalorienbedarf der Welt steigt durch schwerere Menschen. Ein Mann steht auf einer Waage

Ein Mann steht auf einer Waage. Foto: Armin Weigel/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Neben einer wachsenden Weltbevölkerung könnte auch das steigende Gewicht der Menschen den globalen Bedarf an Kalorien aus Lebensmitteln zusätzlich erhöhen. Das schreiben Forscher um Stephan Klasen von der Universität Göttingen im Fachblatt "PLOS ONE". Ihren Berechnungen zufolge könnte der weltweite Kalorienbedarf bis zum Jahr 2100 um bis zu 80 Prozent steigen. Würden die Menschen im Schnitt nicht schwerer werden, prognostizieren die Forscher mit 61,05 Prozent eine etwas schwächere Zunahme. Klasen und sein Team gehen von rund 11,2 Milliarden Menschen im Jahr 2100 aus.

Um das durchschnittliche Gewicht der Menschen vorhersagen zu können, schaute sich das Team um Klasen bisherige Veränderungen von Körpergröße und Body-Mass-Index (BMI) an. Im BMI wird das Verhältnis von Größe und Gewicht bemessen. Mit Blick auf die Körpergröße orientierten sich die Forscher an der Entwicklung in den Niederlanden, bei den Prognosen zum BMI nahmen sie die Entwicklung in Mexiko als Maßstab. "Die Entwicklungen sind in diesen Ländern zwar sehr ausgeprägt, sie stellen aber durchaus ein realistisches Szenario dar", sagte Lutz Depenbusch, der ebenfalls an der Studie beteiligt war, laut einer Mitteilung.

Die Forscher beschäftigten sich nicht primär mit der Frage, ob die globale Nahrungsmittelwirtschaft den steigenden Kalorienbedarf decken kann. Allerdings warnen sie, dass eine ausgewogene Ernährung künftig nur noch für wohlhabende Menschen möglich sein könnte. Arme hingegen könnten gezwungen sein, auf billige, nährstoffarme Lebensmittel zurückzugreifen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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