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Kabinett tagt: Zukunft der Krankenhäuser Crivitz und Parchim

Schwerin  

Kabinett tagt: Zukunft der Krankenhäuser Crivitz und Parchim

10.12.2019, 02:39 Uhr | dpa

Kabinett tagt: Zukunft der Krankenhäuser Crivitz und Parchim. Harry Glawe (CDU)

Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU). Foto: Stefan Sauer/zb/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Das für Jahresende geplante Aus für die Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Mediclin-Krankenhaus Crivitz zugunsten des Asklepios-Krankenhauses Parchim beschäftigt heute die Landesregierung in Schwerin. Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) soll in der Kabinettssitzung Bericht über die Pläne der Klinikkonzerne Mediclin und Asklepios erstatten.

Glawe hatte am Freitag mitgeteilt, dass die Asklepios Klinik Parchim und das Mediclin Krankenhaus am Crivitzer See sich darauf verständigt hätten, ihre Abteilungen für Gynäkologie und Geburtshilfe in Parchim zu bündeln. Für die seit Pfingsten geschlossene Kinderstation in Parchim soll demnach eine Tagesklinik mit vier Betten entstehen. Dafür will Glawe dem Vernehmen nach eine Arztstelle finanzieren.

Der Regierungspartner SPD hat überrascht auf die Pläne reagiert. Auch die CDU-Fraktion erwartet am Dienstag einen Bericht von Glawe. Für die am Mittwoch beginnende Landtagssitzung haben die Oppositionsfraktionen Linke und AfD Dringlichkeitsanträge zum Thema vorgelegt. Sie wollen die Vereinbarung kippen.

Beobachter fühlen sich an die umstrittene Schließung der Kinderstation im Krankenhaus Wolgast erinnert. Auch dort wurde eine "Portalklinik" als Ersatz geschaffen, stationäre Fälle an die Universitätsklinik Greifswald überwiesen. Die Empörung in der Bevölkerung war groß. Der Wahlerfolg der AfD in der Region bei der jüngsten Landtagswahl wird von Beobachtern auch mit der Entscheidung in Verbindung gebracht.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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