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Polizeigewerkschaft: Täter in allen Gesellschaftsschichten

Augsburg  

Polizeigewerkschaft: Täter in allen Gesellschaftsschichten

10.12.2019, 08:47 Uhr | dpa

Polizeigewerkschaft: Täter in allen Gesellschaftsschichten. Trauer am Königsplatz in Augsburg

Ein Mann plaziert ein Grablicht an einem Rondell am Augsburger Königsplatz. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Nach dem tödlichen Streit in Augsburg und der Messerattacke auf einen Polizisten im Münchner Hauptbahnhof beklagt die Gewerkschaft der Polizei eine zunehmende Gewaltbereitschaft. "Auffällig ist dabei auch eine oft völlig unverhältnismäßige Brutalität", sagte der bayerische Landesvorsitzende Peter Schall dem "Münchner Merkur" (Dienstag). 70 bis 80 Prozent der Täter seien männlich und stünden unter Einfluss von Alkohol oder Drogen.

"Auch drogenbedingte Psychosen scheinen zuzunehmen, aus denen heraus Polizisten, Feuerwehrmänner und Sanitäter angegriffen werden", sagte Schall. "Ansonsten findet man diese Täter inzwischen leider in allen Gesellschaftsschichten, in allen Altersgruppen und mit sämtlichen Staatsangehörigkeiten." Auch wenn seit etwa fünf Jahren insbesondere gegenüber Einsatzkräften die Gewalt deutlich zunehme, betonte Schall aber, dass der Bezug im Augsburger Fall "nicht hundertprozentig passt", weil der getötete Feuerwehrmann privat unterwegs gewesen sei.

Mit Blick auf Politik und Justiz sagte Schall: "Die Strafen für Angriffe auf Rettungskräfte und Polizisten wurden ja gerade erst verschärft. Vonseiten der Justiz wäre es allerdings gut, wenn der zur Verfügung stehende Strafrahmen von den Richtern auch öfter einmal ausgeschöpft würde - insbesondere bei Wiederholungstätern." Er glaube aber nicht, dass sich das Problem alleine über das Strafrecht lösen lasse, sagte der Polizist. "Da muss in den Köpfen was passieren."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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