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Mädchen vergleichsweise oft gegen HPV geimpft

Magdeburg  

Mädchen vergleichsweise oft gegen HPV geimpft

11.12.2019, 06:14 Uhr | dpa

Mädchen vergleichsweise oft gegen HPV geimpft. Ein Kinderarzt impft ein Kind in den Oberschenkel

Ein Kinderarzt impft ein Kind in den Oberschenkel. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Sie soll vor Gebärmutterhalskrebs und Krebsvorstufen im Analbereich schützen: Die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) für Kinder ab 9 Jahren wird in Sachsen-Anhalt vergleichsweise gut angenommen. Das zeigen aktuelle Daten des Landesamts für Verbraucherschutz. Demnach hatten im Schuljahr 2017/18 27,3 Prozent der Mädchen in der sechsten Klasse eine vollständige HPV-Grundimmunisierung. 18,8 Prozent der rund 4150 erfassten Schülerinnen hatten eine der zwei bis drei nötigen Impfdosen erhalten. Noch im Schuljahr davor hatte der Anteil der vollständig geimpften Mädchen um zehn Prozentpunkte niedriger gelegen.

Seit 2007 empfiehlt die Ständige Impfkommission allen Mädchen die HPV-Impfung, seit 2018 auch allen Jungen. HPV-Infektionen zählen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten. Eine Folge können zellartige Veränderungen im Genital-, Anal- oder Mund-Rachen-Bereich sein, aus denen Krebs entstehen kann. Jährlich erkranken in Deutschland 4600 Frauen an Gebärmutterhalskrebs, 1600 sterben daran. Die Impfung von Jungen soll vor Penis- und Analkarzinomen schützen, zudem soll sie zur sogenannten Herdenimmunität beitragen, die für den Schutz Nicht-Geimpfter sorgt.

Eine Übersicht des Landesamts für Verbraucherschutz nach Landkreisen und kreisfreien Städten im Land zeigt große regionale Unterschiede bei den Impfquoten. So waren in Halle von 82 erfassten Sechstklässlerinnen nur 15,9 Prozent vollständig geimpft. In mehreren Landkreisen lag die Quote bei über 30 Prozent: etwa im Landkreis Wittenberg bei 33,6 Prozent, in Mansfeld-Südharz und Anhalt-Bitterfeld bei 33,7 Prozent. In den Landkreisen gab es laut dem Landesamt jeweils mehr als 300 Mädchen mit plausiblen Impfdaten. Zu Magdeburg und Dessau-Roßlau lagen keine Angaben vor.

Zu den Impfquoten werden verschiedene Statistiken geführt. Das Robert-Koch-Institut hatte die 15-Jährigen und ihren HPV-Impfstatus unter die Lupe genommen. Für Dezember 2015 ermittelte es eine bundesweite Quote von 31,3 Prozent vollständig Geimpften, in Sachsen-Anhalt von 56,7 Prozent - das war die höchste aller Bundesländer.

Die Barmer Krankenversicherung hat aufgrund von Versichertendaten ermittelt, dass Mädchen, die im Jahr 2011 zwölf Jahre alt wurden und bis 2017 durchgängig versichert waren, bundesweit zu 53 Prozent eine vollständige HPV-Impfung hatten. Für Sachsen-Anhalt ergab sich eine Quote von 70,3 Prozent, für Mecklenburg-Vorpommern 72,1 Prozent.

Die Barmer spricht in ihrem Arzneimittelreport 2019, der sich schwerpunktmäßig auf Impfungen bei Kindern und Jugendlichen bezieht, von einer ungenügenden Akzeptanz der HPV-Impfung bei jungen Frauen und Mädchen. Nötig sei eine Informationskampagne, die sich an Jugendliche und ihre Eltern richtet. Die Krankenkasse regt in ihrem Arzneimittelreport mit dem Schwerpunkt auf Impfungen bei Kindern und Jugendlichen an, einen oder zwei Zeitpunkte für die HPV-Impfung zu empfehlen. Bislang ist der Zeitraum im Alter zwischen 9 und 14 Jahren genannt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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