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Doch kein Wolf: Überfahrenes Tier bei Arnstadt ist ein Hund

Arnstadt  

Doch kein Wolf: Überfahrenes Tier bei Arnstadt ist ein Hund

11.12.2019, 09:44 Uhr | dpa

Doch kein Wolf: Überfahrenes Tier bei Arnstadt ist ein Hund. Ein Wolf liegt in seinem Gehege

Ein Wolf liegt in seinem Gehege. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Das bei einem Unfall bei Arnstadt getötete Tier ist doch kein Wolf, sondern ein Hund. Gutachter schlossen aus, dass es sich um einen Wolf handelte, wie das Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz am Mittwoch mitteilte. Für Laien sei es oft schwierig, manche Hunde von Wölfen zu unterscheiden, hieß es als Begründung für die Verwechslung.

Zuvor hatte die Autobahnpolizei berichtet, dass ein Wolf am Mittwoch in den frühen Morgenstunden nahe der Anschlussstelle Arnstadt-Nord auf die Autobahn 71 gesprungen, dort von einem Auto erfasst worden und verendet sei. Der Wagen wurde beschädigt und abgeschleppt, der Fahrer blieb unverletzt.

Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Erfurt übergaben das tote Tier an das Landesamt. Dessen Experten untersuchten den Kadaver und kamen zum Schluss, dass es sich um einen Hund handelt.

Ungewöhnlich wäre es aber nicht gewesen, dass ein Wolf überfahren wird. Naturschutzexperten machen immer wieder darauf aufmerksam, dass die Zerschneidung der Landschaft durch Straßen für Wölfe, aber auch für andere Tiere problematisch sei.

Eine im März 2016 auf der Autobahn 71 bei Schlossvippach nach einem Verkehrsunfall gestorbene Wölfin und ein Mischling aus dem ersten Wurf der Ohrdrufer Wölfin sind aktuell als ausgestopft Exemplare im Erfurter Naturkundemuseum zu sehen.

Die Wölfin bei Ohrdruf, die lange Zeit als einzige standorttreue Vertreterin ihrer Art in Thüringen galt, lebt auf einem Bundeswehr-Übungsplatz nahe dem Unfallort. Sie paarte sich mit einem Haushund und brachte Wolf-Hund-Mischlinge zur Welt. Die Tiere wurden aus Artenschutzgründen geschossen oder sind vermutlich teils abgewandert.

Inzwischen hat sich die Wölfin erneut gepaart und wieder Mischlinge geworfen. Auch sie leben nach Experteneinschätzung noch auf dem Truppenübungsplatz. Mindestens seit Frühsommer gilt es auch als sicher, dass sich ein Rüde der Wölfin angeschlossen hat.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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