Sie sind hier: Home > Regional >

Geisterfahrer wegen mehrfachen versuchten Mordes vor Gericht

Krefeld  

Geisterfahrer wegen mehrfachen versuchten Mordes vor Gericht

11.12.2019, 12:45 Uhr | dpa

Geisterfahrer wegen mehrfachen versuchten Mordes vor Gericht. Landgericht in Krefeld

Blick auf das Land- und Amtsgericht. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa (Quelle: dpa)

Weil er absichtlich als Geisterfahrer über eine Straße gerast sein soll, steht ein 26-Jähriger wegen mehrfachen versuchten Mordes in Krefeld vor Gericht. Er soll im vergangenen Juni versucht haben, Kollisionen mit entgegenkommenden Autos zu provozieren, um sich umzubringen, erklärte die Staatsanwältin am Mittwoch beim Prozessauftakt. Damit habe er den Tod unschuldiger Menschen in Kauf genommen. Die Tat sei heimtückisch gewesen und die Tatwaffe Auto ein "gemeingefährliches Mittel", so die Staatsanwältin.

Ein entgegenkommender Autofahrer habe auf einen Grünstreifen, ein anderer auf ein Feld ausweichen können. Zeugen berichteten, dass der Mann danach mit seinem Wagen vor einen Baum gefahren sei, das Auto dabei einen Reifen verlor und fahruntüchtig wurde.

Daraufhin sei der 26-Jährige ausgestiegen und habe im fließenden Verkehr versucht, auf Autos zu springen. In einem Fall sei ihm dies schließlich auch gelungen. Er habe sich dann auf dem Auto festgehalten, während der Fahrer versucht habe, ihn durch Fahrmanöver abzuschütteln. Der Beschuldigte selbst äußerte sich nicht zum Tattag und den Vorwürfen.

Seine Schwester sagte dagegen als Zeugin aus, ihr Bruder sei seit seinem fünften Lebensjahr psychisch auffällig, leide an Wahnvorstellungen und habe Psychiatrie-Aufenthalte hinter sich. Bevor er an jenem Tag losgefahren sei, habe er zu ihrer Mutter gesagt: "Ich fahr' jetzt und bringe mich um."

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 26-Jährige zur Tatzeit unter Schizophrenie litt und schuldunfähig war. Das Landgericht verhandelt deshalb in dem sogenannten Sicherungsverfahren über die unbefristete Einweisung des 26-Jährigen in eine geschlossene Psychiatrie. Das Gericht hat vier Verhandlungstage eingeplant.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal