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Mangel an Flächen beschränkt angestrebte Waldmehrung in MV

Schwerin  

Mangel an Flächen beschränkt angestrebte Waldmehrung in MV

11.12.2019, 18:37 Uhr | dpa

Mangel an Flächen beschränkt angestrebte Waldmehrung in MV. Mecklenburg-Vorpommerns Agrar- und Umweltminister Till Backhaus

Mecklenburg-Vorpommerns Agrar- und Umweltminister Till Backhaus (SPD). Foto: Danny Gohlke/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Agrar- und Umweltminister Till Backhaus (SPD) will die Bevölkerung stärker als bisher an der angestrebten Waldmehrung beteiligen. "Wenn jeder drei Bäume im Jahr pflanzt, wächst der Wald um 1000 Hektar", sagte der Minister am Mittwoch im Landtag in Schwerin. Mit Pflanzaktionen könne das Bewusstsein dafür gestärkt werden, dass jeder einen Beitrag für nachhaltiges Wirtschaften und Klimaschutz leisten könne. Bislang unterstützen Bürger und Unternehmen mit dem Erwerb von Waldaktien die Aufforstung.

Backhaus räumte ein, dass Mecklenburg-Vorpommern seine Ziele bei der Waldmehrung seit Jahren nicht erreiche. Statt der angestrebten 1000 Hektar betrage der jährliche Zuwachs lediglich 150 bis 300 Hektar. Hauptgrund für die geringe Aufforstung sei der Mangel an benötigter Ackerfläche. Der Bedarf der Bauern an Anbaufläche sei groß, der Hektarpreis inzwischen auf über 22 000 Hektar gestiegen. Erträge aus Wäldern ließen zudem 50 Jahre und länger auf sich warten.

Doch gehe es in den kommenden Jahren nicht nur um Neuanpflanzungen. Die Trockenheit der vergangenen beiden Jahre und Schädlingsbefall hätten bei vielen Bäumen schwere Schäden hinterlassen, die nun gefällt und ersetzt werden müssten.

In Mecklenburg-Vorpommern sind rund 558 000 Hektar oder 24 Prozent der Landesfläche mit Wald bewachsen. Laut Landeswaldprogramm soll der Anteil langfristig auf 30 Prozent steigen. Sprecher mehrerer Fraktionen äußerten Zweifel daran, dass dieses Ziel angesichts weiter steigender Bodenpreise realistisch ist. Ein Antrag der Linken für ein Sonderprogramm zur Waldmehrung fand keine Mehrheit.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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