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Wegen Marienburg-Sanierung: Silbermöbel an Museum

Braunschweig  

Wegen Marienburg-Sanierung: Silbermöbel an Museum

12.12.2019, 12:49 Uhr | dpa

Wegen Marienburg-Sanierung: Silbermöbel an Museum. Schloss Marienburg im Nebel

Nebelschwaden ziehen über das Schloss Marienburg in der Region Hannover hinweg. Foto: Julian Stratenschulte/Archivbild (Quelle: dpa)

Die kostbaren Silbermöbel der Welfen sind vorübergehend von Schloss Marienburg ins Braunschweiger Herzog Anton Ulrich-Museum umgezogen. Hintergrund sind die geplanten Sanierungsarbeiten am Schloss südlich von Hannover. Bei der Leihgabe handelt es sich um aufwendig verzierte Stühle, Tische, Beistelltische und Prunkspiegel, die Anfang des 18. Jahrhunderts in Augsburg entstanden und laut Museum zu den bedeutendsten Stücken ihrer Art gehören. Sie haben eine bewegte Geschichte hinter sich und standen nach 1803 für eine Weile in Windsor Castle in London. Zwischen 1714 und 1837 saßen die Herrscher von Hannover gleichzeitig auf dem britischen Thron. König Georg IV. ließ die Möbel dann wieder nach Hannover bringen.

Die wertvollen Objekte lagern hinter den Kulissen des Museums, sie sollen in der zweiten Jahreshälfte 2020 für Besucher zugänglich gemacht werden. In der Marienburg werden geeignete Ausstellungsräume für sie geschaffen. "Seit ihrer Entstehung vor fast 300 Jahren nehmen die Silbermöbel einen besonderen Platz im historischen Gedächtnis der Welfen ein", sagte Ernst August von Hannover (36). "Sie verbinden durch ihre wechselvolle Geschichte die ältere Linie der Herzöge von Braunschweig-Wolfenbüttel mit den Kurfürsten und Königen von Hannover."

Für die Sanierung der Marienburg geben Land und Bund jeweils 13,5 Millionen Euro. Das Schloss und ein Teil des Inventars im Wert von sechs Millionen Euro sollen in eine gemeinnützige Stiftung übergehen. Ursprünglich hatte Ernst August junior das marode Baudenkmal für einen Euro an die öffentliche Hand verkaufen wollen. Doch nach dem Einspruch seines Vaters scheiterte der mit der Landesregierung ausgehandelte Deal.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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