Sie sind hier: Home > Regional >

Kempowski-Ausstellung in Rostock: "Ich möchte Archiv werden"

Rostock  

Kempowski-Ausstellung in Rostock: "Ich möchte Archiv werden"

13.12.2019, 13:20 Uhr | dpa

Kempowski-Ausstellung in Rostock: "Ich möchte Archiv werden". Ausstellung "Walter Kempowski. Ich möchte Archiv werden"

Die sogenannten "Roten Bände", Vorarbeiten für die "Deutsche Chronik", liegen in der Ausstellung "Walter Kempowski. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

Im Kulturhistorischen Museum in Rostock ist von Sonntag an eine neue Ausstellung zum Leben und Werk des Schriftstellers Walter Kempowski (1929-2007) zu sehen. Anlässlich seines 90. Geburtstages sind für die Schau "Ich möchte Archiv werden" Werke und Ausstellungsstücke zusammengetragen worden, an Hand derer sich die Besucher auf die Spuren der literarischen Arbeit Kempowskis machen können. So sei der Weg des in Rostock geborenen Schriftstellers hin zu den erfolgreichen Romanen nachzuspüren, sagte der Chef des Museums, Steffen Stuth, am Freitag. Kempowski habe seiner Heimatstadt in den Romanen der Deutschen Chronik ein literarisches Denkmal gesetzt.

Wie die Leiterin des Rostocker Kempowski-Archivs, Katrin Möller-Funck, sagte, ist der Titel "Ich möchte Archiv werden" ein Zitat des etwa neunjährigen Kempowski. Der hatte so auf die Frage nach seinem Berufsziel geantwortet und dabei eigentlich "Archivar" gemeint. Das Zitat sei in der Kempowski-Familie in Erinnerung geblieben.

Die Ausstellung umfasst das gesamte künstlerische Leben des Rostockers, das auch in historischen Fotografien dokumentiert wird. Sie beginnt und endet mit den sogenannten Roten Bänden. Sie sind laut Möller-Funck nach seiner Haftentlassung aus dem sowjetischen Zuchthaus in Bautzen entstanden und beinhalteten seine Familiengeschichte. Für den Schriftsteller haben die Kempowskis als Beispiel für eine bürgerliche Familie in einer mittleren Stadt Deutschlands gestanden.

Neben Briefen oder Originaltexten sind in der Ausstellung etwa eine Schreibmaschine oder auch ein Tonband zu sehen. Die Ausstellung bediene sich moderner Grafik, um beispielsweise den sogenannten Kempowski-Kosmos mit seiner Zeit als Lehrer, Ehemann und Familienvater sowie Hochschuldozent zu dokumentieren, sagte Möller-Funck. Für sie sind die ausgestellten Werkpläne von besonderer Bedeutung. Von Beginn seines Schreibprozesses an habe Kempowski sein Gesamtwerk geplant und versucht, in eine Beziehung zur deutschen Chronik zu setzen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal