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Nord Stream 2 beantragt Baugenehmigung auch für Frühjahr

Lubmin  

Nord Stream 2 beantragt Baugenehmigung auch für Frühjahr

14.12.2019, 16:51 Uhr | dpa

Nord Stream 2 beantragt Baugenehmigung auch für Frühjahr. Nord Stream 2 - Blick über die Baustelle der Pipeline

Nord Stream 2 - Blick über die Baustelle der Pipeline. Foto: Stefan Sauer/zb/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Um den bereits zeitlich verzögerten Bau der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 in den kommenden Monaten fertigstellen zu können, will die Projektgesellschaft auch im Winter und im Frühjahr weiterbauen dürfen. Einen entsprechenden Änderungsantrag hatte Nord Stream 2 beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie in Hamburg eingereicht, wie ein Unternehmenssprecher am Samstag der Deutschen Presse-Agentur sagte.

An diesem Montag soll der Antrag beim Bundesamt erörtert werden. Im Vorfeld waren die Unterlagen zu dem Vorhaben öffentlich ausgelegt worden. Die daraufhin eingegangenen Einwände sollen nun am Montag von den Einreichern vorgetragen und mit Argumenten untermauert werden. Bei dem Termin hat auch Nord Stream 2 die Gelegenheit, Stellung zu beziehen. Eine Entscheidung des Bundesamtes wird nicht erwartet. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet.

Der Naturschutzbund Deutschland fordert demzufolge, dass Nord Stream 2 keine Ausnahmegenehmigung für den Bau in den Gewässern der deutschen Bucht bekommen soll. "Die Trasse läuft durch das wichtigste Überwinterungsgebiet für Meeresvögel in der Ostsee. In der Pommerschen Bucht rasten in den kommenden Monaten mehr als eine Million Meeresenten, See- und Lappentaucher", sagte Nabu-Meeresschutz-Leiter Kim Detloff dem Blatt.

Die Erdgasleitung Nord Stream 2 beginnt in Russland und endet an der deutschen Ostseeküste in der Nähe von Greifswald. Durch die Leitung soll von 2020 an unter Umgehung von Polen und der Ukraine russisches Erdgas nach Mitteleuropa fließen. Bislang wurden nach Angaben des Nord-Stream-2-Konsortiums mehr als 2100 Kilometer des Doppelstrangs in der Ostsee verlegt, rund 300 Kilometer fehlen noch.

Nord Stream 2 kostet rund zehn Milliarden Euro. Die Leitung wird je zur Hälfte vom russischen Energieriesen Gazprom und den fünf europäischen Unternehmen OMV, Wintershall Dea, Engie, Uniper und Shell finanziert.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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