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Dreifachmord-Prozess: Forderung nach lebenslang für Familie

Ellwangen (Jagst)  

Dreifachmord-Prozess: Forderung nach lebenslang für Familie

17.12.2019, 15:59 Uhr | dpa

Dreifachmord-Prozess: Forderung nach lebenslang für Familie. Angeklagte im Gerichtssaal bei Mordprozess

Der Vater (r) auf der Anklagebank mit Aktendeckel vor dem Gesicht, links einer der angeklagten Söhne. Foto: Stefan Puchner/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Im Prozess um drei Morde in Sontheim an der Brenz hat die Staatsanwaltschaft lebenslange Haftstrafen für einen Vater und seine zwei Söhne gefordert. Der 55-Jährige soll laut Anklage im Jahr 2008 den Ehemann und 2014 den neuen Lebensgefährten seiner Tochter erwürgt haben. Bei dem zweiten Mord sollen ihm die 31 und 33 Jahre Söhne geholfen haben. Zudem hält die Anklagevertretung den Vater und den älteren Sohn für schuldig, 2019 aus Habgier einen Geschäftsmann ermordet und bestohlen zu haben. Mindestens zwei Leichen sollen mit Kettensägen zersägt worden sein, um sie besser verstecken zu können. Das Trio muss sich vor dem Landgericht Ellwangen verantworten.

Die Strafforderung der Staatsanwaltschaft für den Vater bezog sich am Dienstag auf den zweiten und dritten Mord. Der Fall von 2008 wurde auf Beschluss des Landgerichts vom Verfahren abgetrennt und soll im kommenden Jahr weiter behandelt werden. Alle drei Angeklagten sind italienische Staatsbürger, die seit langem in Baden-Württemberg leben. Die Urteile sollen an diesem Freitag nach Abschluss der Plädoyers der Verteidigung verkündet werden.

Der Grund für das abgetrennte Verfahren ist, dass sich ein Neffe des Hauptangeklagten laut Gerichtsangaben bereit erklärt hat, vor deutschen Behörden auszusagen. Dieser Mann, der zurzeit in Italien eine Haftstrafe verbüßt, könnte nach Angaben aus Ermittlerkreisen seinem Onkel 2008 bei der Beseitigung der Leiche geholfen haben, deren Verbleib unklar ist. Als Motiv für den mutmaßlichen Schwiegersohnmord sieht die Staatsanwaltschaft an, dass der Vater "gegen die Beziehung seiner Tochter zu dem türkischen Staatsangehörigen muslimischen Glaubens" gewesen sei.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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