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Landesmuseen mit 466 000 Besuchern: Kräftiger Anstieg

Büdelsdorf  

Landesmuseen mit 466 000 Besuchern: Kräftiger Anstieg

20.12.2019, 12:03 Uhr | dpa

Landesmuseen mit 466 000 Besuchern: Kräftiger Anstieg. Besucherschlange steht vor dem Museum

Bürgerinnen und Bürger stehen vor dem Eingang zum Museum in einer Schlange. Foto: Hendrik Schmidt/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Museen der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf haben auch in diesem Jahr ihre Besucherzahlen deutlich gesteigert. Von Januar bis November kamen gut 466 000 Interessierte und damit fast 10,6 Prozent mehr als 2018, teilte die Stiftung am Freitag bei der Jahrespressekonferenz mit. Bereits im Jahr zuvor hatten die acht Museen ein Plus von 13,5 Prozent verzeichnet. Die Stiftung schloss das Haushaltsjahr wieder mit einer schwarzen Null ab. Der Gesamtetat betrug 20,6 Millionen Euro. 2020 steigt der Landeszuschuss um 1,1 Millionen Euro auf 9,9 Millionen.

Größter Publikumsmagnet war 2019 das Wikinger Museum Haithabu mit fast 177 000 Besuchern, unter ihnen die dänische Königin Margrethe II. Im Jahr zuvor kamen 160 000 Besucher. 2018 war das Ausstellungsgebäude wiedereröffnet worden. Zudem erhielt der Handelsplatz Haithabu gemeinsam mit der Befestigungsanlage Danewerk den Welterbestatus. Seit April 2019 werden die Inhalte des Museums Haithabu und die Geschichte des Welterbes Haithabu-Danewerk mit Audioguides der neuesten Generation erzählt.

Das Freilichtmuseum Molfsee verfehlte seine Bestmarke aus dem Vorjahr von fast 120 000 Besuchern mit 117 00 Interessierten knapp. Die Museumsinsel Schloss Gottorf besuchten mehr als 98 000 Menschen (2018: 94 000), den Gottorfer Globus knapp 12 000 (11 000) und den Barockgarten mit rund 40 000 fast doppelt so viel (21 400). Das Jüdische Museum in Rendsburg zog 5500 Menschen an (6200), das Kloster Cismar 6700 (4800) und das Eisenkunstguss Museum Büdelsdorf knapp 3700 (4000).

Zu den bedeutenden Ausstellungen im nächsten Jahr gehört eine umfassende Retrospektive des Werks von Rainer Fetting, der am 31. Dezember 70 Jahre alt wird. In der Reithalle der Museumsinsel Schloss Gottorf werden von ihm vom 24. April bis 18. Oktober 136 Arbeiten zu sehen sein - 60 Gemälde, 14 Bronzen sowie 62 Zeichnungen und druckgrafische Blätter. Ein besonderer Akzent liegt auf überlebensgroßen Porträts, die mehrere Leinwände einnehmen und monumental in ihrer Wirkung sind. Darunter ist das Porträt des Tänzers und Modells Desmond Cadogan "Here are the lemons" aus dem Jahr 2015. Die Schau widmet sich zudem Fettings Porträts der SPD-Kanzler Willy Brandt und Helmut Schmidt.

Zum 150. Geburtstag von Ernst Barlach wird im Museum für Kunst- und Kulturgeschichte im Kreuzstall eine Ausstellung mit 40 Zeichnungen, Druckgrafiken und Plastiken aus allen Werkphasen des Expressionisten gezeigt (2. April bis 1. November). Sämtliche Exponate stammen aus der Kunststiftung Dr. Hans-Joachim und Elisabeth Bönsch.

Tausende Besucher werden zum 4. Gottorfer Familientag auf der Museumsinsel (23. Februar) erwartet. Beliebt ist zudem der Gottorfer Landmarkt (17. Mai), laut Veranstalter Deutschlands größter Ökomarkt unter freiem Himmel. Haithabu lockt mit Frühjahrs- und Sommermarkt (10.-13. April; 9.-12. Juli) sowie einer Herbstmesse. Das Freilichtmuseum Molfsee eröffnet am 1. November 2020 sein neues Ausstellungs- und Eingangsgebäude mit der neuen Dauerausstellung zur Alltagskultur in Schleswig-Holstein im 20. Jahrhundert.

Ein bislang wenig bekanntes Kapitel Nachkriegsgeschichte arbeitet das Jüdische Museum in Rendsburg auf. Die Ausstellung "Gerettet, aber nicht befreit - Überlebende der Shoa in Schleswig-Holstein" (28. Februar - 29. November) dokumentiert Lebensgeschichten, die laut Museum "schwer zu glauben, empörend und ergreifend sind". Museumsleiter Jonas Kuhn und sein Team haben mehr als ein Jahr lang in Archiven in ganz Deutschland und in Privatsammlungen geforscht. Eine bittere Erkenntnis: Das Schicksal oft schwerkranker Juden, die unter erbärmlichen Bedingungen leben mussten, war auf Desinteresse gestoßen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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