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Prozess um Vergewaltigung von junger Frau eingestellt

Verden (Aller)  

Prozess um Vergewaltigung von junger Frau eingestellt

20.12.2019, 12:37 Uhr | dpa

Prozess um Vergewaltigung von junger Frau eingestellt. Justitia

Eine Statue der Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. Foto: dpa (Quelle: dpa)

Der Prozess wegen der Misshandlung und Vergewaltigung einer jungen Frau ist vom Landgericht Verden gegen die Auflage eines Schmerzensgeldes von 40.000 Euro eingestellt worden. Das sagte ein Sprecher des Gerichts am Freitag auf Anfrage und bestätigte einen Bericht der Zeitung "Weser-Kurier". Auf die Einstellung hatten sich das Gericht, die Staatsanwaltschaft und die Verteidigung wie auch die Betroffene als Nebenklägerin geeinigt.

Die Frau war 2006 als 18-jährige Schülerin in Garlstedt nahe Bremen in die Hände zweier Männer gefallen. Der eine von ihnen quälte und vergewaltigte sie, der andere hatte sein Haus zur Verfügung gestellt und die Entführung organisiert. Erst nach Tagen ließen sie ihr Opfer frei.

Die Einstellung des Verfahrens ersparte der schwer traumatisierten Frau eine Aussage im Prozess. Rechtlich war die Lage nach Angaben des Gerichts so, dass die Männer wegen ähnlicher Taten schon 2008 zu langen Strafen verurteilt worden sind. Sie hatten 2006 noch drei Frauen festgehalten und auf sadistische Weise misshandelt.

Der heute 53 Jahre alte Haupttäter muss 14 Jahre Haft verbüßen und kommt danach in Sicherungsverwahrung. Der nun 66 Jahre alte Komplize wurde mit zwölfeinhalb Jahren Haft bestraft. Er ist nach Verbüßung von über zwei Dritteln der Zeit auf Bewährung frei.

Der Vorsitzende Richter hatte schon zum Auftakt des neuen Prozesses vergangene Woche gesagt, dass die vier Taten zu einer Gesamtstrafe zusammengezogen werden. Diese wäre absehbar kaum anders ausgefallen als das Urteil von 2008. Der Richter hatte deshalb an die Angeklagten appelliert, mit der Zahlung von Schmerzensgeld wenigstens moralische Verantwortung zu übernehmen. (Az.: 3 KLs 201/19)

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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