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Frau vor Zug gestoßen: Prozess beginnt im Januar

Voerde (Niederrhein)  

Frau vor Zug gestoßen: Prozess beginnt im Januar

23.12.2019, 20:05 Uhr | dpa

Frau vor Zug gestoßen: Prozess beginnt im Januar. Richterhammer

Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Er soll aus Mordlust eine Frau vor einen einfahrenden Zug im niederrheinischen Voerde gestoßen haben: Rund ein halbes Jahr nach der Tat beginnt am 9. Januar der Prozess gegen einen 28 Jahre alten Beschuldigten. Das Landgericht Duisburg hat die Antragsschrift der Staatsanwaltschaft wegen Mordes zugelassen und Sitzungstermine bestimmt, wie eine Gerichtssprecherin am Montagabend mitteilte.

Dem Beschuldigten droht Psychiatrie auf unbestimmte Zeit statt Gefängnis: Er soll sich aufgrund einer psychiatrischen Erkrankung im Zustand erheblich verminderter Schuldfähigkeit befunden haben. Auch eine gänzliche Schuldunfähigkeit sei nicht ausgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft habe vor diesem Hintergrund statt einer Anklage eine Antragsschrift im sogenannten Sicherungsverfahren gestellt.

Der Beschuldigte soll im Juli eine ihm unbekannte 34-jährige Frau vor einen einfahrenden Zug gestoßen haben. Sie wurde von dem Regionalzug überrollt und starb noch am Tatort. Die Frau war Mutter einer Tochter. Laut der Antragsschrift der Staatsanwaltschaft rechnete die Frau nicht mit einem Angriff. Dem Beschuldigten soll es bei der Tat zudem darauf angekommen sein, einen Menschen sterben zu sehen.

Der mutmaßliche Täter, ein in Deutschland geborener Serbe, sei derzeit in der Psychiatrie untergebracht, teilte das Gericht bereits vor zwei Wochen mit. Für die Polizei war er schon vor der Tat kein Unbekannter. Er war unter anderem wegen Diebstahls, Körperverletzung und kleinerer Vergehen zu Geldstrafen verurteilt worden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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