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Anzeige gestellt wegen Verseuchung auf US-Standort

Ansbach  

Anzeige gestellt wegen Verseuchung auf US-Standort

27.12.2019, 14:01 Uhr | dpa

Im Streit um kontaminierten Boden und belastetes Wasser im Bereich der von US-Truppen genutzten Katterbach-Kaserne in Ansbach fordert eine Bürgerinitiative strafrechtliche Konsequenzen. Es müsse juristisch geklärt werden, wer für die Kontaminierung verantwortlich gemacht werden könne, teilte die Bürgerinitiative "Etz langt's" am Freitag mit.

Juristisch sei diese Fragestellung heikel, weil deutsches Recht für US-Streitkräfte nur bedingt gelte, andererseits aber auch kein rechtsfreier Raum entstehen könne. Die Initiative will deshalb zunächst Strafanzeige gegen unbekannt stellen, sie soll nach den Ferien die Staatsanwaltschaft erreichen. Zivilrechtliche Klagen von Betroffenen sind bereits seit längerer Zeit anhängig.

"Wir dürfen der Gefährdung der Anwohner nicht länger zusehen", begründete die Initiative. Die Kontaminierung sei seit 2014 bekannt. Das Problem werde durch die Untätigkeit der US-Streitkräfte und der eventuell verantwortlichen deutschen Behörden immer größer.

Die US-Streitkräfte hatten auf dem Kasernengelände einen Übungsplatz für den Einsatz von Löschschaum betrieben. Die darin enthaltenen per- und polyfluorierten Chemikalien seien in den Boden eingedrungen. Die Bürgerinitiative kritisierte, "infolge der Untätigkeit der US-Armee und der zuständigen Behörden stieg die Vergiftung rasant an". Sie liege in Brunnen, Bächen und Fischweihern in Ansbach und angrenzenden Kommunen inzwischen weit über dem Grenzwert.

Die US-Streitkräfte hatten im Sommer Teile eines Gutachtens veröffentlicht, in dem Grenzwertüberschreitungen eingeräumt wurden. Zudem wollten sie Maßnahmen prüfen. Die Bürgerinitiative sieht aber auch deutsche Behörden in der Pflicht.

Ein ähnlicher Fall ist aus Manching bei Ingolstadt bekannt. Dort wird allerdings der Bundeswehr vorgeworfen, Böden verunreinigt zu haben. Die Bürgerinitiative geht auch von Verunreinigungen im Umfeld der US-Standorte Grafenwöhr (Landkreis Neustadt an der Waldnaab) sowie Bitburg und Ramstein in Rheinland-Pfalz aus.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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