Sie sind hier: Home > Regional >

Nach Buttersäure-Attacke: Verdächtiger wieder frei

Lahr/Schwarzwald  

Nach Buttersäure-Attacke: Verdächtiger wieder frei

29.12.2019, 16:22 Uhr | dpa

Nach Buttersäure-Attacke: Verdächtiger wieder frei. Kisten auf einem Gehweg

Im Rahmen einer Wohnungsdurchsuchung in Lahr stehen Kisten auf einem Gehweg. Foto: Benedikt Spether/dpa (Quelle: dpa)

Nach Attacken mit Buttersäure in zwei Tanzclubs ist am Sonntag gegen einen 26 Jahre alten Deutschen Haftbefehl erlassen worden. Der Mann kam nach Angaben der Polizei aber gegen Auflagen sogleich wieder auf freien Fuß. Er soll die ätzende und übelriechende Substanz in den Lokalen in Lahr im Schwarzwald ausgebracht haben. Mehrere Partygäste wurde dabei verletzt. Sie mussten nach dem Vorfall in der Nacht zum Samstag wegen heftiger Reizungen der Augen und Atemwege in einer Klinik behandelt werden. Bis Samstagnachmittag konnten alle aber wieder entlassen werden.

Warum die Buttersäure in den Tanzlokalen verbreitet wurde, ist laut Polizei noch Gegenstand der Ermittlungen. "Hinweise auf staatsschutzrelevante Hintergründe bestehen derzeit nicht", hieß es am Samstag.

Die beiden Clubs sind in einem Gebäudekomplex im Industriegebiet Hugsweier. Sie wurden beide geräumt, etwa 500 Leute mussten raus ins Freie. Sanitäter brachten die Verletzten ins Krankenhaus.

Die Polizei hatte zunächst drei Verdächtige vorläufig festgenommen. Zwei wurden jedoch rasch wieder aus dem Polizeigewahrsam entlassen, nachdem sich ein dringender Tatverdacht nicht erhärten ließ.

Im Zuge der Ermittlungen war am frühen Samstagmorgen eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus im Raum Lahr durchsucht worden. Dabei wurden nach Angaben der Polizei verschiedene Stoffe gefunden, die nun auf ihre strafrechtliche Relevanz untersucht werden. Zwei Fachkräfte vom Landeskriminalamt unterstützten mit der Feuerwehr die Polizei vor Ort. Für die Anwohner bestand keine Gefahr, hieß es.

Die Clubs blieben den Rest der Nacht geschlossen. In größeren Mengen hat Butansäure, auch "Buttersäure" genannt, eine ätzende Wirkung und kann Augen sowie Atemwege reizen. Zudem hat sie einen üblen Gestank.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal