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Foodwatch: Aufklärung im Fall Wilke muss 2020 weitergehen

Twistetal  

Foodwatch: Aufklärung im Fall Wilke muss 2020 weitergehen

31.12.2019, 09:59 Uhr | dpa

Foodwatch: Aufklärung im Fall Wilke muss 2020 weitergehen. Logo des Wursthersteller Wilke hinter einem Zaun

Wassertropfen hängen am Zaun vor dem Logo des nordhessischen Wurstherstellers Wilke. Foto: Uwe Zucchi/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die Verbraucherorganisation Foodwatch sieht im neuen Jahr weiter Ermittlungsbedarf im Fleischskandal um die nordhessische Firma Wilke. Der Kern des Skandals sei noch lange nicht aufgeklärt, sagte Foodwatch-Geschäftsführer Martin Rücker auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. "Unter Verantwortung von Ministerin Priska Hinz haben die hessischen Behörden mehrfach zwingende Rückrufe belasteter Wilke-Ware verweigert und gesundheitsrelevante Informationen zu den Verkaufsstellen der Wurst unter Verschluss gehalten."

Es bleibe die bittere Ahnung, dass die Behörden mindestens einen Teil der Folgen des Skandals hätten verhindern können - und das Versäumnis einer Ministerin, die richtigen Konsequenzen aus dem Fall zu ziehen, erklärte Rücker. Hessens Verbraucherschutzministerin Hinz (Grüne) müsse endlich handeln und eine politisch unabhängige Landesbehörde für die Lebensmittelüberwachung einrichten, die die Zuständigkeit der Kommunen ablöse.

In Wurst-Waren des nordhessischen Fleischherstellers Wilke waren Listerien nachgewiesen worden. Die Keime können bei geschwächtem Immunsystem lebensgefährlich sein. 37 Krankheitsfälle, darunter drei Todesfälle, werden mit Wilke in Verbindung gebracht. Die Staatsanwaltschaft Kassel ermittelt wegen fahrlässiger Tötung gegen den Geschäftsführer. Die Untersuchungen liefen unverändert fort, sagte ein Justizsprecher.

Das Verbraucherschutzministerium hatte die Abläufe rund um den Fleischskandal untersucht und Konsequenzen angekündigt. Dazu gehören mehr Personal und Entscheidungsgewalt im Ministerium. Eine Liste der Verkaufsstellen von Wilke-Produkte, wie Foodwatch sie immer wieder einfordert, gebe es nicht, hatte das Ministerium wiederholt betont.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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