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SPD-Politikerin Schwan: Bürger wollen mehr Teilhabe

Neubrandenburg  

SPD-Politikerin Schwan: Bürger wollen mehr Teilhabe

06.01.2020, 18:57 Uhr | dpa

SPD-Politikerin Schwan: Bürger wollen mehr Teilhabe. Benefiztag des Dreikönigsvereins

Manuela Schwesig (SPD) und Kardinal Reinhard Marx besuchen den Benefizabend des Dreikönigstages. Foto: Stefan Sauer/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Die SPD-Politikerin Gesine Schwan hat sich für mehr Teilhabe von Bürgern an politischen Prozessen ausgesprochen. Das System demokratischer Teilhabe weiterzuentwickeln, funktioniere besonders in Kommunen gut, sagte die 76-Jährige am Montagabend als Festrednerin beim Dreikönigstag in Neubrandenburg.

Wer zum Beispiel in einem Beirat einer Kommune mitarbeite, habe viele Chancen auf bereichernde Begegnungen, sagte Schwan vor knapp 600 Gästen. So könnten die Menschen besser mitentscheiden und dafür sorgen, dass Fachkräfte kämen, Schulen und Kitas nicht schließen müssten und auch der Fußballverein genug Nachwuchs habe.

Zuvor hatten Schwan und Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) die Arbeit des Neubrandenburger Dreikönigsvereins besonders gewürdigt. Dieser war vor 29 Jahren von einem christlichen Kreis gegründet worden. "Man braucht Vertrauen und eine Portion Naivität, wenn man etwas Neues schaffen will", sagte Schwan. Vertrauen fehle heute oft, sei aber nötig.

Der Dreikönigsverein gilt inzwischen als eine der wichtigsten Sozialinitiativen in Mecklenburg-Vorpommern, organisiert auch Jugendreisen nach Israel, vergibt einen landesweiten Sozialpreis und sammelt Spenden für soziale Projekte. Bei dem Benefizabend kamen 55 000 Euro zusammen, womit unter anderem die ambulante und stationäre Hospizarbeit unterstützt werden soll. Man danke dem Spender von fünf Euro ebenso wie Firmen, die mehr gespendet hätten, sagte der Vereinsvorsitzende Rainer Prachtl.

Seit sie selbst schwer erkrankt sei, wisse sie noch deutlicher, wie wichtig helfende Hände seien, sagte Schwesig, die im September eine Krebserkrankung öffentlich gemacht hatte. Der Verein betreibt seit Jahren ein Hospiz, in dem Sterbenskranke als "Gäste" begleitet werden. Dieses Engagement des Dreikönigsvereins sei beispielgebend, sagte Schwesig, die kurzfristig nach Neubrandenburg gekommen war.

Das Benefiztreffen gilt traditionell als der erste gesellschaftliche Höhepunkt eines Jahres im Nordosten. Festredner waren zuletzt Kardinal Reinhard Marx, davor unter anderem Michail Gorbatschow, Angela Merkel, Lech Walesa, Roman Herzog, Wolfgang Schäuble, Wolfgang Thierse, Hans-Jochen Vogel oder Joachim Gauck.

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