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Mutter und Nachbar erstochen: Angeklagter in Psychiatrie

Bad Kreuznach  

Mutter und Nachbar erstochen: Angeklagter in Psychiatrie

07.01.2020, 02:02 Uhr | dpa

Nachdem er seine Mutter und einen Nachbarn erstochen hat, wird ein 32-jähriger Mann aus Idar-Oberstein dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Laut Urteil des Landgerichts Bad Kreuznach von Dienstag leidet der 32-Jährige seit Jahren an einer Schizophrenie und war zum Tatzeitpunkt schuldunfähig. Er war bereits seit der Tat in einem psychiatrischen Krankenhaus in Behandlung.

Der Staatsanwaltschaft zufolge hatte der Deutsche vor der Tat im Juni einen Film geschaut und sich danach als Verkünder von "Verschwörungstheorien" gesehen. Sich selbst habe er daraufhin als Retter und seine Mutter als Feindin angesehen. Als die Mutter am Tattag aus Angst die gemeinsame Wohnung verließ, folgte er ihr ins Treppenhaus und tötete sie mit mehreren Messerstichen. Danach trat er die Wohnungstür eines Nachbarn ein, der zur Hilfe kommen wollte, und erstach auch diesen.

Zum Prozessauftakt Anfang Dezember vergangenen Jahres hieß es seitens des Gerichts, der Mann habe nach der Tat bereits den Hergang eingeräumt und gesagt, er habe sich in einem "geisteskranken" Zustand befunden.

Sowohl Staatsanwaltschaft als auch Verteidigung hatten die weitere Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus gefordert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Es war eigentlich schon Ende Dezember erwartet, wegen der Erkrankung eines Anwalts aber verschoben worden.

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