Sie sind hier: Home > Regional >

Saar-Regierungschef Hans plädiert für Widerspruchslösung

Saarbrücken  

Saar-Regierungschef Hans plädiert für Widerspruchslösung

15.01.2020, 18:03 Uhr | dpa

Saar-Regierungschef Hans plädiert für Widerspruchslösung. Tobias Hans (CDU) schaut in die Kamera

Tobias Hans (CDU) schaut in die Kamera. Foto: Arne Immanuel Bänsch/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Vor der Bundestags-Entscheidung zur Zukunft von Organspenden in Deutschland hat der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) den Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für eine "doppelte Widerspruchslösung" unterstützt. "Tausende von schwerkranken Menschen sterben, weil es zu wenige Organspender in Deutschland gibt", erklärte Hans am Mittwoch nach einer Mitteilung der Staatskanzlei in Saarbrücken. "Für mich ist es eine Frage der gesellschaftlichen Verantwortung, die Organspende-Situation zu verbessern und alle Hebel in Bewegung zu setzen, um die Zahl der Spender zu erhöhen."

Der Vorschlag Spahns und weiterer Bundestagsabgeordneter würde die bisherige Rechtslage umkehren, wonach Organentnahmen nur bei einer ausdrücklich erklärten Zustimmung erlaubt sind. Stattdessen sollen alle Bürger Spender sein, wenn sie dem nicht widersprechen. Sonst wäre noch der nächste Angehörige zu fragen, ob er einen Widerspruch kennt.

Die Neuregelung der Organspende sei ein sehr emotionales und persönliches Thema, erklärte Hans. Deshalb sei es richtig, dass bei der Abstimmung im Bundestag eine Gewissensentscheidung der einzelnen Abgeordneten ermöglicht worden sei. "Entscheidend ist natürlich, dass niemand zur Organspende gezwungen wird und jeder Mensch frei ist in seiner Entscheidung dafür oder dagegen!"

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal