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Schilfrohrernte am Bodden in vollem Gange

Barth  

Schilfrohrernte am Bodden in vollem Gange

17.01.2020, 07:11 Uhr | dpa

Mit rund zweiwöchiger Verspätung hat in diesen Tagen am Barther Bodden die traditionelle Schilfrohrernte begonnen. "Grund dafür war das schlechte Wetter in den vergangenen Wochen", sagte der Zingster Rohrdachdecker Andreas Geldschläger der Deutschen Presse-Agentur. Es habe insgesamt zu viel geregnet. Das Rohr müsse trocken sein, wenn es gemäht werden soll, sonst drohe es später zu faulen. Dass es viel zu warm im Vergleich zu den Vorjahren ist, schade dem Schilfrohr allerdings nicht.

Eine Folge der Verzögerung sei, dass es nun möglicherweise zeitlich knapp wird, die insgesamt mehr als 15 Hektar Fläche entlang des Boddens zu mähen. Wegen des Natur- und Tierschutzes dürften die Flächen nur bis zum 28. Februar betreten und das Reet geerntet werden. Die Pflanzen seien aktuell zwischen 1,70 und 2 Meter hoch. Geldschläger ging davon aus, in diesem Jahr rund 20 000 Bünde Reet ernten zu können.

Geldschläger ist eigenen Angaben zufolge einer der letzten Dachdecker, die das Rohr noch selbst ernten. Das heimische Rohr werde meist durch Importe aus Polen, Ungarn, Russland oder auch China ersetzt. Das Eindecken von Dächern mit Reet ist eine der ältesten Techniken beim Hausbau. Die ersten nachgewiesenen Rohrdächer hat es bereits um 4000 v. Chr. gegeben.

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