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Diakonie Sachsen: Bessere Unterstützung von Flüchtlingen

Radebeul  

Diakonie Sachsen: Bessere Unterstützung von Flüchtlingen

17.01.2020, 10:34 Uhr | dpa

Die Diakonie Sachsen hat eine bessere Begleitung und Unterstützung von Flüchtlingen und anderen Migranten gefordert. "Wir sind ein Einwanderungsland und werden es auch bleiben", erklärte Vorstandschef Dietrich Bauer am Freitag in Radebeul. Der Fachkräftemangel habe alle Branchen längst erreicht. Allein um die Pflege abzusichern, werde man künftig auf ausländische Pflegekräfte angewiesen sein: "Und es werden auch weiterhin Menschen bei uns Schutz vor Verfolgung und Krieg suchen. Deshalb brauchen wir ein gutes Einwanderungsgesetz, das den von Flucht und Migration betroffenen Menschen Lebensperspektiven eröffnet."

Dabei könne es nicht nur um reguläre Wege des Zuzugs gehen, sondern vor allem um ihre schnelle und nachhaltige Einbeziehung in die Gesellschaft, betonte Bauer. Sowohl Migranten als auch Flüchtlinge und ihre Familien brauchten eine Wegbegleitung: "Wir müssen sie nicht nur aufnehmen, sondern auch vor Diskriminierung und Benachteiligung schützen, sie fördern und integrieren." Dazu werde eine gut ausgestattete organisatorische Infrastruktur benötigt, die etwa die mangelnde Vertrautheit mit behördlichen Abläufen, Informationsdefizite und fehlende Sprachkompetenz auffange.

Bauer verwies darauf, dass es sechs diakonische Beratungsstellen für Migranten gibt. Die Wartezeiten dort seien aber viel zu lang, weil einzelne Mitarbeiter bis zu 300 Menschen betreuen müssten. Ende 2018 lebten knapp 200 000 Ausländer in Sachsen. Der Ausländeranteil lag mit 4,9 Prozent deutlich unter dem Bundesdurchschnitt (12,1 Prozent).

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