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Besetzer: Hambacher Forst ist nicht gerettet

18.01.2020, 14:41 Uhr | dpa

Der Tagebau Hambach zeigt sich hinter dem Hambacher Forst. Foto: Federico Gambarini/dpa/Archivbild

Nach der Kohle-Einigung von Bund, Ländern und Energiekonzernen lassen die Besetzer des Hambacher Forsts noch offen, ob sie weiter vor Ort bleiben. "Die Entscheidung dazu ist noch nicht gefallen", sagte ein Sprecher am Samstag der Deutschen Presse-Agentur. Nach ihrer Auffassung sei der Wald noch nicht gerettet. Außerdem gehe es bei ihrem Protest nicht nur um den Wald. "Der Kampf im Hambacher Forst ist ein Symbol im Kampf gegen den Klimawandel, deswegen fordern wir den sofortigen Kohleausstieg" hieß es in einer Mitteilung von Freitagabend.

Sollte RWE tatsächlich um den Wald herum baggern und daraus eine Halbinsel machen, werde sich die Wasserversorgung drastisch verschlechtern, befürchteten die Besetzer. Die Entscheidung, den Wald zu erhalten, werten sie als Versuch, das Symbol der Klimabewegung zu befrieden und auszuhöhlen.

Bestandteil der Kohle-Einigung ist der Erhalt des seit Jahren umkämpften Waldes am Braunkohletagebau Hambach. RWE ging unlängst davon aus, für die Rekultivierung und Herstellung von Böschungen Abraum hinter dem Wald gewinnen zu müssen und auch die Dörfer Morschenich und Manheim abzubaggern.