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Sturz im Freizeitpark: Kein Schmerzensgeld für Kläger

Koblenz  

Sturz im Freizeitpark: Kein Schmerzensgeld für Kläger

20.01.2020, 17:10 Uhr | dpa

Sturz im Freizeitpark: Kein Schmerzensgeld für Kläger. Landgericht Koblenz

Die Fassade des Landgerichts in der Koblenzer Innenstadt. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Nachdem er sich bei einem Sturz in einem Freizeitpark Unterkieferbrüche zugezogen hat, ist ein Mann vor dem Landgericht Koblenz mit seiner Klage auf Schmerzensgeld und Schadenersatz gescheitert. Wie das Gericht am Montag mitteilte, hatte er bei einem Karussell mit einem Kind einer Bekannten gespielt und statt des gekennzeichneten Ausgangs mit hohem Tempo die Eingangstür gewählt. Mit der Hose blieb der Mann an der Türverriegelung hängen, stürzte mit dem Kopf auf Steine, musste ins Krankenhaus und war zweieinhalb Monate arbeitsunfähig. In seiner Klage hielt der Mann dem Betreiber des Freizeitparks einen Verstoß gegen die Verkehrssicherungspflicht vor.

Das Landgericht wies dies zurück. Betreiber von Freizeitparks müssten Besucher nur vor solchen Gefahren schützen, die über das übliche Risiko von Attraktionen hinausgingen und von Benutzern weder vorhersehbar noch ohne weiteres erkennbar seien. Der Parkbetreiber habe seine Verkehrssicherungspflicht nicht verletzt, da er nicht habe voraussehen können, dass ein Erwachsener statt des beschilderten Ausgangs den ebenfalls gekennzeichneten Eingang benutze, befand das Landgericht. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig.

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