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Bayerns Behörden beobachten Lungenkrankheit in China

Freising  

Bayerns Behörden beobachten Lungenkrankheit in China

22.01.2020, 11:13 Uhr | dpa

Bayerns Behörden beobachten Lungenkrankheit in China. Eine Reisende trägt Mundschutz gegen den Corona-Virus

Eine Reisende trägt Mundschutz als Schutzmaßnahme gegen die Verbreitung des Corona-Virus. Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa (Quelle: dpa)

Die Behörden in Bayern beobachten die sich in China ausbreitende neue Lungenkrankheit mit erhöhter Wachsamkeit. Vorsorglich seien "alle bayerischen Gesundheitsämter über das aktuelle Geschehen informiert und gebeten, auch die Ärzteschaft in den Kreisen, Städten und Gemeinden zu informieren", sagte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums am Mittwoch auf Anfrage. Außerdem soll in Kürze ein Diagnoseverfahren etabliert werden, das Coronaviren im Fall der Fälle schnell nachweisen kann. "Die bayerischen Gesundheitsbehörden beobachten die Entwicklung sehr genau", sagte der Sprecher.

In China ist die Zahl erfasster Todesfälle inzwischen auf neun gestiegen. Mit 440 Fällen waren im Land zudem gut 100 bestätigte Infektionen mehr als noch am Vortag erfasst. Auch außerhalb Chinas wurden neue Erkrankungen bekannt. Erstmals wurde ein Nachweis in den USA gemeldet. Es wird vermutet, dass das neuartige Coronavirus von einem Fischmarkt in Wuhan kommt, auf dem auch Wildtiere verkauft wurden. Die chinesischen Behörden gehen davon aus, dass ein Wildtier die Quelle des neuen Virus war. Mit der gerade laufenden Reisewelle zum chinesischen Neujahrsfest am kommenden Samstag wächst die Gefahr einer Ausbreitung der Viruskrankheit.

Der Sprecher des Gesundheitsministeriums betonte, es gebe keine Direktflüge zwischen Wuhan und Bayern. "Dennoch sind die bayerischen Gesundheitsbehörden und Flughäfen für den unwahrscheinlichen Fall des Auftretens einer solchen Erkrankung im Flugreiseverkehr gut vorbereitet." Es existierten bewährte Alarmpläne für den Ernstfall, außerdem sei eine "Task Force Infektiologie Flughafen" rund um die Uhr erreichbar.

"Wir sind vorbereitet und haben unsere bewährten Alarmpläne", sagte der Leiter der Taskforce, Martin Hoch. Pro Woche gebe es 36 Flugbewegungen zwischen München und China. Es werde aber nach derzeitigen Stand in Deutschland nicht dazu kommen, dass bei Flugpassagieren aus China die Temperatur gemessen werde - wie das beispielsweise in asiatischen Ländern der Fall sei. "Nur mit einer Temperaturmessung ist es nicht getan", sagte Hoch. "Das ist eine falsche Sicherheit. Es könnten ja auch infizierte Personen einreisen, bevor sie Symptome haben."

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