Sie sind hier: Home > Regional >

Tesla: Schutzgemeinschaft Wald stellt Forderungen für Rodung

Eberswalde  

Tesla: Schutzgemeinschaft Wald stellt Forderungen für Rodung

28.01.2020, 13:05 Uhr | dpa

Tesla: Schutzgemeinschaft Wald stellt Forderungen für Rodung. Das Güterverkehrszentrum (GVZ) Freienbrink

Das Güterverkehrszentrum (GVZ) Freienbrink in der Gemeinde Grünheide. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

Die Rodung von Wald für die geplante Fabrik des US-Elektroautoherstellers Tesla in Grünheide bei Berlin ist nach Einschätzung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Brandenburg vertretbar. Die Umweltschützer stellten aber Bedingungen. "Bei richtiger Kompensation lassen sich Wälder schaffen, die zukünftigen Klimaereignissen besser gewappnet sind als der jetzige Kiefernforst", teilte der Vorsitzende Gregor Beyer am Dienstag in Eberswalde mit. Was sich zum Ausgleich verbiete, seien jedoch "fach- und ortsferne Naturschutzspielwiesen".

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald ließ eine Verbandsklage offen, falls die zuständige Behörde den Ausgleich der Waldrodungen nicht befriedigend löse oder Tesla den gesetzlichen Aufgaben und Forderungen der Neuaufforstung nicht nachkomme.

Tesla will in Grünheide im Kreis Oder-Spree ab Sommer nächsten Jahres E-Autos herstellen. Für die Fabrik geht es um eine Fläche von bis zu 300 Hektar, zunächst sollen dort 90 Hektar Wald gerodet werden. Nach Angaben der Brandenburger Landesregierung will der Autobauer das Dreifache der Fläche wieder aufforsten - wo, ist bisher offen.

Die Freien Wähler im Landtag werteten Äußerungen von Tesla-Chef Elon Musk zum Umweltschutz positiv. Sie forderten aber, dass das Unternehmen auf Sorgen der Bürger Rücksicht nimmt. Musk hatte am vergangenen Wochenende über Twitter geschrieben, die Fabrik "wird absolut unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit und der Umwelt entwickelt". Freie-Wähler-Fraktionschef Péter Vida sagte am Dienstag: "Wir fordern, dass neben diesen überstrahlenden Zielsetzungen, die ja sehr weltpolitisch anmuten, ganz konkret das Mikroklima und die Betroffenheit vor Ort immer im Blick gehalten wird."

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal