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Steigende Pegelstände: Vorbereitungen auf Hochwasser

Trier  

Steigende Pegelstände: Vorbereitungen auf Hochwasser

03.02.2020, 10:51 Uhr | dpa

Steigende Pegelstände: Vorbereitungen auf Hochwasser. Hochwasser an der Untermosel

Ein Schild warnt vor einer Unterführung vor dem Moselhochwasser. Foto: Thomas Frey/dpa (Quelle: dpa)

Wegen steigender Pegelstände an Mosel und Saar bereiten sich Kommunen auf Hochwasser vor. Erste Straßen an der Mittelmosel waren am Montagmittag bereits überflutet und wurden gesperrt, wie die Polizei in Bernkastel-Kues mitteilte. In Saarbrücken wurde die Sperrung der Stadtautobahn vorbereitet: Man gehe davon aus, dass die Saar später so hoch steigen werde, dass die Straße überflutet werde, sagte ein Sprecher der Polizei in Saarbrücken. Die kritische Marke liege bei 3,80 Metern.

Nach kräftigen Regenfällen steigen die Wasserstände an der Mosel seit Montag kräftig an: Am Mittag lag der Pegelstand Trier bei mehr als 6,60 Metern - das sind gut drei Meter über dem mittleren Wasserstand, wie ein Sprecher des Hochwassermeldezentrums Rheinland-Pfalz in Mainz sagte. Und es geht höher: Laut Vorhersage sollten am Dienstagmorgen in Trier die acht Meter überschritten werden. Auch für Dienstag seien weiter steigende Pegelstände gemeldet. Die Schifffahrt auf der Mosel wird ab 6,95 Metern am Pegel Trier eingestellt. Man gehe davon aus, dass das noch im Laufe des Montags geschehen werde, sagte ein Sprecher des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Trier. Der normale Pegelstand liegt in Trier bei etwa 3,25 Meter.

Grund für die steigenden Pegelstände sind vor allem starke Niederschläge und Schneeschmelze unter anderem in Frankreich in den Vogesen, wo die Mosel entspringt. Die Mosel mündet bei Koblenz in den Rhein. Nach und nach werde der Wasserstand überall an der Mosel steigen, sagte der Sprecher des Meldezentrums. Bereits gesperrt sind die B 53 zwischen der Zeltinger Brücke und der Brücke in Lösnich sowie die K 143 zwischen Lieser und Kesten, wie die Polizei mitteilte.

Die Gemeinden stehen in der Startlöchern: In Oberbillig im Kreis Trier-Saarburg sollte am Nachmittag der erste Teil der mobilen Hochwasserschutzmauer aufgebaut werden, sagte Ortsbürgermeister Andreas Beiling (CDU). "Das ist Normalität und nichts Außergewöhnliches." Die Moselfähre zwischen Oberbillig und Wasserbillig in Luxemburg fahre seit Sonntag nicht mehr.

Das Amt für Brand- und Katastrophenschutz in Koblenz kündigte an, dass die Feuerwehr am (morgigen) Dienstag in den Stadtteilen Wallersheim und Neuendorf mit dem Aufbau der Hochwasserschutzwand beginnen werde. Anwohner werden gebeten, die Uferbereiche und die Zufahrtsstraßen freizuhalten.

Auch am Rhein steigt das Wasser derzeit am Pegel Maxau bei Karlsruhe an. Grund dafür sind die starken Niederschläge am Oberlauf des Flusses. Nach Berechnungen der Hochwasserzentrale wird dort am frühen Dienstagmorgen die Meldehöhe von sieben Metern überschritten. Den Angaben zufolge wird der Rheinpegel in Koblenz die Meldehöhe von fünf Metern voraussichtlich am Dienstagabend wegen der Hochwasserwelle der Mosel überschreiten.

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