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Merkel für mehr Engagement: Amthor sorgt für Gesprächsstoff

Greifswald  

Merkel für mehr Engagement: Amthor sorgt für Gesprächsstoff

04.02.2020, 02:56 Uhr | dpa

Merkel für mehr Engagement: Amthor sorgt für Gesprächsstoff. Merkel bei Grundsteinlegung für Zentrum für Life Science

Bundeskanzlerin Angela Merkel und Stefan Fassbinder, Bürgermeister von Greifswald. Foto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa (Quelle: dpa)

Deutschland muss nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Konflikt- und Krisengebieten auf der Welt mehr tun. Das betreffe Libyen, aber auch andere afrikanische Länder der Sahelzone, sagte sie am Dienstagabend beim Neujahrsempfang des CDU-Kreisverbandes Vorpommern-Greifswald. Als Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises im Nordosten Deutschlands ist sie traditionell Gast des Abends. Vor den mehr als 350 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung sagte sie, es gehe vor allem um Fragen von Flucht und Migration. "Wir müssen Verantwortung übernehmen und uns um die Krisen in der Welt kümmern", forderte sie.

Ein Gesprächsthema auf dem Empfang war die vorhergehende Ankündigung des 27-jährigen CDU-Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor, für den CDU-Landesvorsitz in Mecklenburg-Vorpommern zu kandidieren. Er war nach der überraschenden Rücktrittsankündigung des bisherigen Parteichefs Vincent Kokert am vergangenen Freitag von den CDU-Kreisverbänden Vorpommern-Greifswald und Mecklenburgische Seenplatte für das Amt vorgeschlagen worden. Merkel äußerte sich zu der Personalie nicht. Ihre Wahlkreismitarbeiterin begründete das damit, dass sie nicht mehr Parteivorsitzende ist.

Der CDU-Kreisvorsitzende von Vorpommern-Rügen, Wirtschaftsminister Harry Glawe, sagte, er unterstütze Amthor. "Er ist ein Kandidat, der auf Bundesebene bewiesen hat, dass er viel bewirken kann", erklärte Glawe. Zudem wäre es ein ausgewogenes Verhältnis, wenn der neue Fraktionsvorsitzende im Landtag aus Mecklenburg und der Landesvorsitzende aus Vorpommern käme. Für den Fraktionsvorsitz ist Torsten Renz aus Güstrow vorgeschlagen.

Amthor ließ am Rande des Empfangs keinen Zweifel an seinen Zielen. Ob er auch als Spitzenkandidat der CDU im Landtagswahlkampf im kommenden Jahr kandidiere, werde später entschieden, sagte er. Allerdings habe der Landesvorsitzende klar das Zugriffs- und Vorschlagsrecht. "Das Entscheidende ist, dass die CDU im nächsten Jahr die stärkste Kraft wird", erklärte er und ergänzte: "Es ist nicht mein Anspruch, als zweiter oder dritter Sieger über die Ziellinie zu gehen."  

Am Nachmittag war in Greifswald im Beisein Merkels der Grundstein für das bislang größtes Bauprojekt seit 1990 gelegt - ein Zentrum für Life Science und Plasmatechnologie. In dem neuen Gründerzentrum sollen Startups die Möglichkeit haben, ihre Ideen in den Bereichen Bioökonomie und Plasmatechnologie umzusetzen. Die Gesamtinvestition beträgt rund 38 Millionen Euro, die Greifswald mit Hilfe des Landes investiert. Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) kündigte an, das Land werde die Hälfte der Summe beisteuern. 240 Arbeitsplätze sollen entstehen. Die Inbetriebnahme ist Mitte 2022 geplant. Betreiber des Hauses mit 5500 Quadratmetern vermietbarer Fläche wie Büros, Labors und Produktionsräumen wird der Wissenschafts- und Technologiepark Nordost (Witeno) sein.

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