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Steinerner Müntzer wieder an alten Platz zurückgekehrt

Mühlhausen/Thüringen  

Steinerner Müntzer wieder an alten Platz zurückgekehrt

07.02.2020, 14:31 Uhr | dpa

Steinerner Müntzer wieder an alten Platz zurückgekehrt. Thomas-Müntzer-Denkmal

Das Thomas-Müntzer-Denkmal wird wieder an der Mühlhäuser Stadtmauer aufgestellt. Foto: Frank May/dpa (Quelle: dpa)

Das steinerne Denkmal von Thomas Müntzer steht nach zwei Jahren wieder an seinem angestammten Platz in Mühlhausen. Damit wurde am Freitag auch die Sanierung der historischen Stadtmauer abgeschlossen. "Dank großzügiger Förderung haben wir unser Stadtbild an dieser wichtigen Stelle wieder", sagte Oberbürgermeister Johannes Bruns (SPD). Die historische Stadtmauer war seit 2018 für rund 1,5 Millionen Euro erneuert worden. Davon kamen 800 000 Euro vom Bund und 520 000 Euro vom Land.

Ein 28 Meter langer, einsturzgefährdeter Abschnitt des Mauerwerks musste abgerissen und Stein für Stein wieder aufgebaut wurde. Das Denkmal war während der Arbeiten aus Sicherheitsgründen in einer Firmenhalle eingelagert worden.

Der steinerne Müntzer erinnert seit 1957 an die Mühlhäuser Jahre des umstrittenen Predigers und Bauernkriegsführers. "Zur Feier des Tages gab es eine Dampfreinigung für Müntzer", sagte Alban Huschenbeth, Geschäftsführer der zuständige Denkmalpflege GmbH. Die zwei Tonnen schwere Figur, die komplett aus Oberdorlaer Muschelkalk besteht, musste mit einem Kran auf den Sockel gehoben werden.

Mit dem Sanierungsende steht die historische Wehranlage nun auch wieder problemlos für Touristen zur Verfügung. Von den 2,8 Kilometern sind 300 Meter begehbar. Während der Bauarbeiten mussten Besucher einen Noteingang benutzen. Die Mühlhäuser Museen hoffen als Betreiber, dass die zuletzt - trotz längerer Öffnungszeiten - rückläufigen Besucherzahlen wieder steigen. 2019 wurden 7800 Besucher und damit 1200 weniger als im Jahr zuvor gezählt. Hauptgrund dafür wird in den Sanierungsarbeiten gesehen. Touristen hätten womöglich den provisorischen Eingang nicht gefunden, hieß es.

Der Abschnitt der Mauer zwischen Innerem Frauentor und Rabenturm sollte eigentlich schon im vergangenen Sommer fertig saniert sein. Doch die Arbeiten erwiesen sich als zeitaufwendiger als geplant. So hatten Engpässe bei den Travertinsteinen zu deutlichen Verzögerungen geführt.

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