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Behinderungen und weitere Vorsicht wegen Sturmtiefs "Sabine"

Wernigerode  

Behinderungen und weitere Vorsicht wegen Sturmtiefs "Sabine"

09.02.2020, 18:18 Uhr | dpa

Behinderungen und weitere Vorsicht wegen Sturmtiefs "Sabine". Ein Aufenthaltszug der Bahn steht in Hamburg

Ein Aufenthaltszug der Bahn steht in Hamburg. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa (Quelle: dpa)

Viele Sachsen-Anhalter müssen am Montagmorgen für den Weg zur Arbeit mehr Zeit einplanen und besonders vorsichtig sein. Nach der Sturmnacht mit erwarteten Windgeschwindigkeiten von 120 Kilometern pro Stunde im Flachland rechnen Polizei und Bahnunternehmen mit Behinderungen und Gefahren auf Straßen, Schienen und Wegen. Es gilt weiter eine amtliche Unwetterwarnung. Der Aufenthalt im Freien sollte laut Deutschem Wetterdienst möglich vermieden werden.

Landesweit müsse bis zum Vormittag mit herumfliegenden Gegenständen und herabstürzenden Ästen oder Dachziegeln gerechnet werden, teilte etwa der Verkehrswarndienst mit. Die Deutsche Bahn und der wichtige Regionalzug-Anbieter Abellio stellten am Sonntagabend den Regionalverkehr in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ein. Zuvor war bundesweit bereits der Fernverkehr der Deutschen Bahn gestoppt worden.

Reisende und Zugpendler könnten auch am Montag vor Ort festsitzen oder eine Alternative suchen müssen: Laut Bahn sollen die Fernzüge mindestens bis 10 Uhr morgens stillstehen. Beim Regionalverkehr blieben Bahn und Abellio zunächst vage.

Wegen der Unwetterschäden könne keine zuverlässige Betriebsaufnahme gewährleistet werden, teilte die Deutsche Bahn auf ihrer Internetseite mit. "Erst nach Sichtung der Schäden im Rahmen von Erkundungsfahrten und erforderlichen Reparaturarbeiten werden die Strecken sukzessive wieder freigegeben." Ähnlich äußerte sich Abellio. "Meist wird auch kein Ersatzverkehr angeboten werden können." Die Harzer Schmalspurbahnen stellen ihren Betrieb nahezu komplett ein - nur die Thüringer Linie wird bedient.

Auch Autofahrer müssen sich auf den Straßen auf Behinderungen und Sturmschäden einstellen. Zwischen Quedlinburg und Ballenstedt im Harz fielen Teile eines Daches auf die Straße. Der Abschnitt sei in beide Richtungen gesperrt, hieß es vom Verkehrswarndienst. Die Trümmer sollten im Verlauf des Montags beseitigt werden. Bereits am Sonntagabend waren zahlreiche Bundesstraßen zwischenzeitlich durch umgestürzte Bäume blockiert und die Feuerwehren mussten eingreifen.

Das Sturmtief "Sabine" sorgt seit Sonntagnachmittag für heftigen Sturm in Sachsen-Anhalt. So wurden auf dem Brocken tagsüber bereits extreme Orkanböen mit Tempo 156 gemessen, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes sagte. In der Nacht erwarteten die Meteorologen Spitzengeschwindigkeiten bis 180 Kilometern pro Stunde. Im Flachland sollte es verbreitet mit 100 Kilometern pro Stunde wehen. Auch im Laufe des Montags sollte der starke Wind verbreitet anhalten, verbunden mit kräftigen Niederschlägen.

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