Sie sind hier: Home > Regional >

Keine Brockenbahn, gesperrte Waldwege: "Sabine" wirkt nach

Wernigerode  

Keine Brockenbahn, gesperrte Waldwege: "Sabine" wirkt nach

10.02.2020, 11:40 Uhr | dpa

Keine Brockenbahn, gesperrte Waldwege: "Sabine" wirkt nach. "Sturmschäden" steht auf einem Schild vor einer Straßensperrung

"Sturmschäden" steht auf einem Schild vor einer Straßensperrung. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa-Zentralbild/ZB (Quelle: dpa)

Zugausfälle und geschlossene Waldwege: Die Auswirkungen des Sturmtiefs "Sabine" waren auch am Dienstag in Sachsen-Anhalt noch spürbar. Bei den Harzer Schmalspurbahnen gab es keinen regulären Betrieb. Stattdessen erkundeten Räumtrupps die Lage. Wanderwege im Mittelgebirge blieben wegen umgefallener Bäume gesperrt. Auch bei der Deutschen Bahn lief es am Dienstag noch nicht komplett rund. Für Reisende und Pendler galt weiterhin, sich rechtzeitig über eventuelle Ausfälle im Zugverkehr zu informieren. Dennoch: Größere Schäden blieben aus.

Am Montag hatte Sturmtief "Sabine" auch im Flachland für Orkanböen gesorgt. Auf dem Brocken erreichte der Wind Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 170 Kilometern pro Stunde. Auch am Mittwoch sei auf dem Brocken mit Orkanböen von bis zu 140 Stundenkilometern zu rechnen, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstagmorgen online mit. Verbreitet gebe es Sturmböen bis zu 85 Stundenkilometern, in Schauernähe vereinzelt bis 100 Stundenkilometern. Am Mittwochvormittag könne es oberhalb von 600 Metern heftig schneien. Im Tiefland sei mit Schneematsch und Straßenglätte zu rechnen.

Die Verwaltung des Nationalparks Harz warnte indes weiterhin Wanderer und Touristen davor, in die Wälder zu gehen. "Aktuell ist im ganzen Nationalparkgebiet mit zugefallenen Wegen und gefährlichen Geländesituationen zu rechnen", teilten die Verantwortlichen auf ihrer Internetseite mit. "Es besteht weiterhin eine akute Gefahr für Leib und Leben, da weiterhin Äste herunterfallen oder bereits geschädigte Bäume entwurzelt werden können", hieß es. Die genauen Schäden könnten noch nicht beziffert werden. Laut Polizei war es auf den Straßen im Harz am Dienstag verhältnismäßig ruhig.

Auch die Unterbrechung der Stromversorgung, die insgesamt 6500 Kunden in mehreren Bundesländern - unter anderem auch Sachsen-Anhalt - traf, konnte am Montag weitgehend behoben werden, wie eine Sprecherin der Firma Mitnetz Strom sagte. Allerdings gebe es noch einige Reparaturarbeiten, die sich bis in die kommenden Tage ziehen könnten. Dadurch könne es bei einigen Kunden zu kurzen Unterbrechungen kommen. "Wir sind aber glimpflich davon gekommen."

Auch im Zugverkehr lief noch nicht alles rund. "Infolge des Sturmtiefs Sabine kommt es noch zu einzelnen Zugverspätungen und Zugausfällen", teilte die Deutsche Bahn am Dienstagvormittag mit. In Sachsen-Anhalt sei der Bahnverkehr jedoch weitgehend stabil.

Die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) wollen nach erfolgreichen Aufräumarbeiten am Mittwoch wieder den Betrieb auf ihrem 140 Kilometer langen Streckennetz durch das Mittelgebirge aufnehmen. Allerdings ist ausgerechnet die wichtige Strecke zwischen Schierke und dem Brocken noch nicht wieder frei. Widriges Wetter mit starkem Wind sowie Schnee- und Graupelschauern habe die Räumarbeiten verzögert, sagte ein Unternehmenssprecher. Das HSB-Team hoffe, am Mittwoch auch den Abschnitt zum Brockengipfel noch aufräumen und freigeben zu können.

Der Bergzoo Halle hatte aufgrund des Sturmtiefs zeitweise seine Lichterwelten-Schau geschlossen. Bis auf kleinere Schäden hätten die Installationen die Böen gut überstanden, sagte ein Zoosprecher. Am Dienstag öffnete der Zoo tagsüber regulär, die Lichterwelten sollen ab Mittwochabend wieder leuchten.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal