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Sturmflutgefahr an der Küste: Fährausfälle zu den Inseln

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Sturmflutgefahr an der Küste: Fährausfälle zu den Inseln

11.02.2020, 16:13 Uhr | dpa

Sturmflutgefahr an der Küste: Fährausfälle zu den Inseln. An der Nordseeküste wütet das Sturmtief "Sabine"

An der Nordseeküste von Wilhelmshaven wütet das Sturmtief „Sabine“. Foto: Mohssen Assanimoghaddam/dpa (Quelle: dpa)

Bremen/Echte (dpa/lni) – Von den Ausläufern des Orkantiefs "Sabine" sind in Niedersachsen vor allem Küsten- und Inselbewohner betroffen. Für die deutsche Nordseeküste warnte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) am Dienstag vor Sturmflut. Auf Wangerooge ist man besonders besorgt, denn dort richtete der Sturm schon erheblichen Schaden am Strand an.

Die Reederei Frisia teilte mit, dass aufgrund des Sturmtiefs der Schiffsverkehr mit Norderney und Juist bis einschließlich Mittwoch noch komplett eingestellt sei. Wegen zu starker West- Seitenwinde und der Startbahnausrichtung konnten auch die Inselflieger weiterhin nicht von Norddeich abheben. Vom Flugplatz Harle aus flogen die zweimotorigen Maschinen dagegen planmäßig nach Wangerooge. "Bei Bedarf fliegen wir auch nach Langeoog oder Norderney", sagte FLN-Geschäftsführer Olaf Weddermann.

"In der Nacht wird die Grenze zur schweren Sturmflut erreicht, vielleicht liegen wir sogar drüber", warnte ein Sprecher des Niedersächsischen Landesbetriebs für Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Das bedeute etwa für die Insel Norderney, dass das Wasser 2,01 Meter höher aufläuft als das mittlere Tidehochwasser.

"Zwei Meter wären für uns der Super-GAU", sagte Wangerooges Bürgermeister Marcel Fangohr (parteilos). Nachdem bereits Teile des Hauptstrands oder auch im Osten der Insel durch leichte Sturmfluten am Montag abgebrochen waren, befürchtete er, dass kein Sand übrig bleiben könnte. "Dann ist nur noch Kieswerk zu sehen."

Auch auf dem Festland gab es vereinzelt noch orkanartige Böen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 115 Stundenkilometern. Verkehrsbeeinträchtigungen blieben weitgehend aus. Der Bahnverkehr lief wieder normal, nachdem am Sonntag und in der Nacht zum Montag der Fernverkehr deutschlandweit eingestellt wurde. Sturmbedingte Ausfälle gebe es in Niedersachsen und Bremen nicht mehr, sagte eine Bahnsprecherin.

Auf der Autobahn 7 in Südniedersachsen sollte in der Nacht zum Mittwoch (12. Februar) ein Abschnitt wegen eines Böschungsrutsches durch das Sturmtief "Sabine" gesperrt werden. Über die Schäden, die das Orkantief in den Harzer Wäldern anrichtete, herrscht weiterhin Unklarheit. Viele Bereiche seien noch nicht in Augenschein genommen worden, sagte ein Sprecher der Landesforsten. Die Mitarbeiter seien nach wie vor damit beschäftigt, die von umgestürzten Bäumen blockierten Straßen und Wege freizuräumen.

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