Sie sind hier: Home > Regional >

Kandidaten wider Willen auf AfD-Liste: Ermittlungen laufen

Ebersberg  

Kandidaten wider Willen auf AfD-Liste: Ermittlungen laufen

12.02.2020, 14:20 Uhr | dpa

Im Skandal um unfreiwillige Kandidaten auf AfD-Wählerlisten im Landkreis Ebersberg ermittelt nun die Staatsanwaltschaft München II. "Es ist ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, diesen Sachverhalt betreffend", sagte eine Sprecherin der Anklagebehörde am Mittwoch. Der "Münchner Merkur" hatte zuerst darüber berichtet.

Der Vaterstettener AfD-Gemeinderat Manfred Schmidt soll Kandidaten auf die AfD-Wahllisten für Kreistag und Gemeinderat in Vaterstetten gesetzt haben, ohne dass die Betroffenen davon wussten. Unter den Kandidaten sind etwa eine Hochbetagte und ein Alzheimer-Patient. "Er hat gewusst, dass mein Mann Alzheimer hat", sagte Helga Steinberger über Schmidt. Die 66-jährige Rentnerin ist wie ihre 96-jährige Mutter auch selbst auf den Listen für Gemeinderat und Kreistag gelandet.

Zehn Kandidaten auf der AfD-Gemeinderatsliste zogen ihre Kandidatur rechtzeitig bis zum 23. Januar zurück, sieben meldeten sich zu spät, wie Wahlleiterin Claudia Bitzer am Mittwoch berichtete. Sie bleiben damit wählbar.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal