Sie sind hier: Home > Regional >

"Sarotti-Mohr"-Werbung in Christo-Manier verhüllt

Mannheim  

"Sarotti-Mohr"-Werbung in Christo-Manier verhüllt

12.02.2020, 15:18 Uhr | dpa

"Sarotti-Mohr"-Werbung in Christo-Manier verhüllt. Eine mit Stoff verhüllte Sarotti-Werbung steht an der Bar

Eine mit Stoff verhüllte Sarotti-Werbung steht bei einer Pressekonferenz an der Bar des Kulturzentrums Capitol. Foto: Uwe Anspach/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Das Mannheimer Kulturzentrum Capitol hat seine umstrittene "Sarotti-Mohr"-Werbung in Stoff verhüllt, um damit die Diskussion über alltäglichen Rassismus anzustoßen. Der Schriftzug "Sarotti" und die beiden "Mohren" an jeder Seite sind vom künstlerischen Leiter des Hauses, Georg Veit, in Christo-Manier mit eierschalenweißer Jute und einer geflochtenen schwarzen Schnur ummantelt worden. Die Idee erinnert an den Verpackungskünstler Christo, der 1995 den Reichstag in Berlin verhüllt hatte.

"Ich wünsche mir, dass der Betrachter irritiert wird, nachdenkt und dann mit anderen ins Gespräch kommt", sagte Veit am Mittwoch in Mannheim. Die Verhüllung spiele auch darauf an, dass Rassismus gerne unter den Teppich gekehrt werde. Das Mannheimer Kulturzentrum will die Installation bis zum 8. März belassen.

Die zwei "Sarotti-Mohr"-Embleme haben Ende 2018 bis Frühling 2019 für hitzige Debatten über Alltagsrassismus gesorgt. Auch im Internet häuften sich Kommentare: Den einen war die Kritik an der Darstellung der kleinen schwarzen Kerle mit Pluderhose, Schnabelschuhen und Tablett zu viel der "political correctness". Andere forderten, das aus ihrer Sicht kolonialrassistische Symbol zu entfernen.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal