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Pistolenteile aus Waffenfabrik geschleust: Haftstrafe

Arnsberg  

Pistolenteile aus Waffenfabrik geschleust: Haftstrafe

13.02.2020, 01:17 Uhr | dpa

Pistolenteile aus Waffenfabrik geschleust: Haftstrafe. Statue der Justitia

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David Ebener/Archiv (Quelle: dpa)

Weil er jahrelang Pistolenteile aus einer Sportwaffenfabrik in Arnsberg herausgeschmuggelt hat, ist am Donnerstag ein 48-Jähriger zu vier Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt worden. Der frühere Mitarbeiter beim Pistolenbauer Umarex hatte nach Überzeugung des Landgerichts Arnsberg aus den geschmuggelten Teilen zuhause rund 100 Pistolen zusammengebaut und dann zu Preisen um die 250 bis 350 Euro pro Pistole verkauft.

Den Aufkäufer der Waffen - einen Zwischenhändler aus Menden im Sauerland - verurteilte die Kammer zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und neun Monaten. Zwei weitere Abnehmer aus Hagen kamen mit Bewährungsstrafen davon. Die höchste Strafe im Prozess bekam ein 26-Jähriger aus Hagen mit acht Jahren. Er hatte sich zusätzlich zu dem Waffenhandel auch des bewaffneten Drogenhandels schuldig gemacht.

Seit 2015 habe der Ex-Mitarbeiter Bauteile und Konstruktionszeichnungen für Waffen vom Gelände geschmuggelt, erklärte die Kammer des Landgerichts. In der heimischen Werkstatt habe er sie dann zu schussfähigen Pistolen montiert. Der Deutsch-Portugiese hatte die Taten gestanden und auch seinen Abnehmer benannt.

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