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Deutsche Staatsphilharmonie wird 100: Jubiläumskonzert

Landau in der Pfalz  

Deutsche Staatsphilharmonie wird 100: Jubiläumskonzert

13.02.2020, 11:59 Uhr | dpa

Mit einem Jubiläumskonzert in der historischen Gründungsstadt Landau feiert die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz an diesem Samstag (15.2.) ihr 100-jähriges Bestehen. In der Jugendstilfesthalle der pfälzischen Stadt werden ab 20.00 Uhr unter anderem "Tod und Verklärung" von Richard Strauss und die "Schicksalssinfonie" von Ludwig van Beethoven zu hören sein. "Diese beiden Werke standen schon beim Gründungskonzert auf dem Programm", sagte Intendant Beat Fehlmann. Das Orchester hatte am 15. Februar 1920 in der Festhalle von Landau sein erstes Konzert gegeben.

Richard Strauss ist dem Klangkörper kein Unbekannter. Bei den Feiern zum zehnjährigen Bestehen dirigierte er höchstpersönlich. Als Brücke zwischen den beiden sinfonischen Werken erklingt am Samstag Olivier Messiaens "Zion Park et la Cité céleste" (Zion Park und die himmlische Stadt), der letzte Satz aus "Des Canyons aux étoiles" (Von den Canyons zu den Sternen). Als Gäste werden in Landau unter anderem Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Kulturminister Konrad Wolf (beide SPD) erwartet. Wolf hatte das Orchester schon im Vorfeld als "Leuchtturm der Kultur" in und aus dem Bundesland gewürdigt.

Was wünscht Fehlmann der Staatsphilharmonie zum Hundertsten? "Dass sie so flexibel und offen bleibt, wie dies in der Vergangenheit der Fall war", sagte der Intendant der Deutschen Presse-Agentur. "Damit die Staatsphilharmonie auch in 100 Jahren existiert, muss Musik als existenzielle Erfahrung immer wieder neu erlebbar gemacht werden."

Das Orchester lebt sozusagen in drei Welten: Es spielt in kleineren Städten in Rheinland-Pfalz und auch am Stammsitz Ludwigshafen, und es muss sich gegen Konkurrenz in der kulturell vielfältigen Metropolregion behaupten. Wie schafft man diesen Spagat? "Mit der außergewöhnlichen Flexibilität des Orchesters in Bezug auf wechselnde Konzerträume und die Breite des Repertoires", erklärte der seit September 2018 amtierende Fehlmann. Dies bilde die Grundlage, um den sehr unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden.

"Die Zugänglichkeit zu unseren Konzerten ist sehr gut möglich", sagte der 1974 in Aarau geborene Intendant. Jeder könne Informationen im Internet finden, eine Eintrittskarte zu moderaten Preise mit dem Smartphone kaufen, und Texte und Videos würden einen Eindruck der gespielten Werke vermitteln. Trotzdem ist es nicht immer leicht. "Wir kämpfen", meinte Fehlmann, "primär gegen Schranken im Kopf."

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