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Haftbefehl nach Schüssen auf Gerichtsvollzieher erlassen

Obertshausen  

Haftbefehl nach Schüssen auf Gerichtsvollzieher erlassen

17.02.2020, 10:55 Uhr | dpa

Haftbefehl nach Schüssen auf Gerichtsvollzieher erlassen. Handschellen hängen am Gürtel eines Justizbeamten

Handschellen hängen am Gürtel eines Justizbeamten. Foto: Friso Gentsch/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Nach den Schüssen auf einen Gerichtsvollzieher und seine Begleiter ist Haftbefehl gegen einen 67-Jährigen erlassen worden. Ermittelt werde wegen des Verdachts des versuchten Mordes sowie der gefährlichen Körperverletzung, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Offenbach am Montag. Der Verdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Der Gerichtsvollzieher und einer seiner Begleiter waren durch die Schüsse am Freitag in Obertshausen schwer verletzt worden. Sie lagen weiterhin in einem Krankenhaus. Ein weiterer Mann erlitt ein Knalltrauma.

Bei den Begleitern habe es sich um einen Mitarbeiter einer Spedition sowie einen Vertreter der Gläubiger gehandelt. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollte der 67 Jahre alte Deutsche zwangsgeräumt werden. Den Ermittlern zufolge war der Mann wohl nicht im Besitz eines Waffenscheins.

Zeugenangaben zufolge soll der Schütze rasch gefeuert haben, nachdem es im Hausflur zum Treffen kam. Derzeit werden laut Staatsanwaltschaft Spuren ausgewertet und der Tathergang rekonstruiert. Die Tat ereignete sich am Freitag kurz vor 9.00 Uhr im Stadtteil Hausen.

2018 wurden der Bundesregierung zufolge deutschlandweit mehr als 85 000 Vollstreckungsbeamte im Dienst Opfer von versuchten oder vollendeten Straftaten, zehn Prozent mehr als noch im Jahr zuvor. Der überwiegende Teil sind Polizisten, aber auch Mitarbeiter des Zolls, der Feuerwehr oder von Rettungsdiensten. Auch in Hessen stieg die Zahl von 2015 bis 2018 kontinuierlich auf fast 4000 Fälle an.

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