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Ausstellung zu 75 Jahre Potsdamer Abkommen

Potsdam  

Ausstellung zu 75 Jahre Potsdamer Abkommen

17.02.2020, 11:58 Uhr | dpa

Ausstellung zu 75 Jahre Potsdamer Abkommen. Blick auf den Ehrenhof des Schlosses Cecilienhof

Blick auf den Ehrenhof des Schlosses Cecilienhof. Foto: Christoph Soeder/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Eine große Ausstellung im Potsdamer Schloss Cecilienhof will aus neuer Perspektive auf die Potsdamer Konferenz vor 75 Jahren blicken. Es gehe um ein Ereignis von welthistorischer Bedeutung, dessen globale und lokale Dimension in der Schau vom 1. Mai bis 1. November deutlich werde, sagte der Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Christoph Martin Vogtherr, am Montag. Er präsentierte in Potsdam die Pläne der Stiftung für dieses Jahr.

Vom 17. Juli bis 2. August 1945 verhandelten die Hauptsiegermächte des Zweiten Weltkrieges - USA, Großbritannien und Sowjetunion - über die politische und territoriale Neuordnung der Welt. In der großen Halle saßen an einem runden Tisch Harry S. Truman (1884-1972), Winston Churchill (1874-1965), später Clement Attlee (1883-1967), und Josef Stalin (1878-1953).

"Cecilienhof ist wie ein Brennglas der Geschichte", sagte der Kurator der Sonderausstellung, Matthias Simmich. Daran werde in 22 Räumen und auf 1000 Quadratmetern des Schlosses, erinnert. Die Schau soll den Besuchern anschaulich und lebendig einen Zugang zu den Ereignissen an einem authentischen Ort ermöglichen. "Wir versuchen in den Räumen den Zustand vom Sommer 1945 herzustellen."

Die Ausstellung wird Simmich zufolge zeigen, welche Auswirkungen die Verhandlungen auf die Menschen weltweit hatten: auf Vertriebene, Kollaborateure oder auch Atombombenopfer. "Es werden dabei auch schwierige Themen zur Sprache kommen wie Verluste und Grausamkeiten durch Kriege." Ein Raum werde sich zudem mit der Zukunft beschäftigen: der Gründung der Vereinten Nationen.

Obendrein will die Stiftung im Herbst im Neuen Flügel des Berliner Schlosses Charlottenburg eine überarbeitete Dauerausstellung präsentieren. Dabei stehen die Räume des jungen Königs Friedrich II. (1712-1786) im Mittelpunkt. Sie werden wieder mit Möbeln und Kunstwerken ausgestattet, die einst im Potsdamer Schloss standen, das im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt und später abgetragen wurde. Dort werden dann auch Gemälde zu sehen sein, die ursprünglich Friedrichs Räume in Charlottenburg zierten.

Im vergangenen Jahr stiegen die Besucherzahlen in den Schlössern und Einrichtungen der Stiftung erstmals seit Jahren wieder an: um ein Prozent auf 1,56 Millionen Gäste. Hauptanziehungspunkte waren die Schlösser Sanssouci und Cecilienhof. Innerhalb eines Sonderinvestitionsprogramms, für das bis 2030 vom Bund und den Ländern Berlin und Brandenburg rund 400 Millionen Euro bereitstehen, gehen in diesem Jahr die Arbeiten an mehreren Projekten weiter. So wird im Neuen Palais die Wiederinbetriebnahme des Schlosstheaters vorbereitet.

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