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Lebensmittelkontrolle: Kaum Rückstände von Tierarzneimitteln

Rostock  

Lebensmittelkontrolle: Kaum Rückstände von Tierarzneimitteln

18.02.2020, 08:23 Uhr | dpa

Lebensmittelkontrolle: Kaum Rückstände von Tierarzneimitteln. Eine Fleischtheke im Supermarkt

Schweinefleisch und Rindfleisch liegen in einer Fleischtheke in einem Supermarkt. Foto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Bei Untersuchungen von Fleisch aus Mecklenburg-Vorpommern haben Lebensmittelkontrolleure 2019 so gut wie keine Rückstände von Tierarzneimitteln über gesetzlich festgelegten Grenzwerten gefunden. Insgesamt seien 2940 Proben Fleisch unterschiedlicher Tierarten untersucht worden. "Sehr erfreulich ist, dass bei nur vier Proben, also knapp 0,14 Prozent, Tierarzneimittel oberhalb der gesetzlich zugelassenen Höchstmengen festgestellt wurden. Das schließt Antibiotika mit ein", sagte Frerk Feldhusen, Direktor des Landesamts für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei (Lallf) in Rostock. Die Ergebnisse zeigten, dass der absolute Großteil des Fleisches bedenkenlos gegessen werden kann.

Die Proben stammten aus Erzeuger- oder Schlachtbetrieben. Insgesamt sei das Fleisch von 1153 Rindern, 1300 Schweinen, drei Schafen, einem Pferd sowie 483 unterschiedliches Geflügelfleisch analysiert worden. Ziel der Analysen sei es, die Anwendung nicht zugelassener Stoffe und den vorschriftsmäßigen Einsatz von Tierarzneien zu kontrollieren. Dazu gehöre die Einhaltung von Wartezeiten nach der letzten Behandlung bis zum Zeitpunkt der Schlachtung, erläuterte Feldhusen. Zudem wurden 109 Milchproben, 46 Eier sowie 13 Fische aus Aquakulturen auf Rückstände von Tierarzneimitteln untersucht. "In keiner der Proben sind Wirkstoffe nachgewiesen worden."

Die Ergebnisse zeigten, dass Rückstände von Tierarzneien inklusive Antibiotika ausgesprochen selten nachgewiesen werden. "Doch jeder Positivbefund ist einer zu viel", betonte Feldhusen. Die Einzelfälle stellten Straftatbestände dar und würden entsprechend verfolgt. "So sollen Tierhalter, Tierärzte und Schlachthofbetreiber weiter sensibilisiert werden", erklärte er.

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