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Erneut ganztägiger Warnstreik im Nahverkehr in Rostock

Rostock  

Erneut ganztägiger Warnstreik im Nahverkehr in Rostock

18.02.2020, 08:25 Uhr | dpa

Die Menschen in Rostock und Umgebung haben sich wegen eines Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr einmal mehr in Geduld üben müssen. Nachdem auch die vierte Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Nahverkehr im Nordosten ergebnislos geblieben war, haben am Dienstag Beschäftigte der Rostocker Straßenbahn-AG (RSAG) und der Rebus Regionalbus Rostock erneut die Arbeit niedergelegt.

Ab etwa 3.00 Uhr traten die Mitarbeiter der RSAG in den Warnstreik, wie Landesstreikleiter Karl-Heinz Pliete sagte. Rund eine Stunde später begann der Ausstand auch bei Rebus. Am Mittwoch wollten die Beschäftigten ihre Arbeit wieder aufnehmen. Für die nächsten Tage schloss Pliete weitere Warnstreiks jedoch nicht aus.

Die Gewerkschaft Verdi hatte die Beschäftigten beider Verkehrsbetriebe zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Bei der RSAG beteiligten sich rund 300 Mitarbeiter, bei Rebus etwa 150, wie Pliete sagte. Mit der Aktion wollte die Gewerkschaft weiter Druck auf die Arbeitgeber machen.

Die vierte Runde der Tarifverhandlungen war am Montag ohne Ergebnis beendet worden. Der Kommunale Arbeitgeberverband hatte nach eigenen Angaben ein Plus von 70 Euro monatlich oder eine Einmalzahlung von 500 Euro bis zum 30. Juni angeboten. Die Gewerkschaft Verdi verlangt für die landesweit 1500 Mitarbeiter im Nahverkehr 2,06 Euro mehr Lohn pro Stunde rückwirkend zum 1. Januar sowie einen Angleichungsschritt an andere Tarifgebiete von 100 Euro. Ein weiterer Verhandlungstermin sei noch nicht in Sicht.

Die Linke im Landtag forderte den Kommunalen Arbeitgeberverband auf, den Forderungen der Beschäftigten entgegenzukommen. "Eine weitere starre Verweigerung der Arbeitgeber ist inakzeptabel. Das Prinzip "guter Lohn für gute Arbeit" muss auch im öffentlichen Nahverkehr in M-V gelten", erklärte der wirtschafts- und gewerkschaftspolitische Sprecher der Oppositionsfraktion, Henning Foerster. Gehaltsunterschiede von mehreren hundert Euro im Vergleich zum Nachbarn Schleswig-Holstein seien 30 Jahre nach der Wiedervereinigung durch nichts mehr zu rechtfertigen.

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