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Ertrunkene Kinder: Plädoyers im Prozess gegen Bürgermeister

Neukirchen  

Ertrunkene Kinder: Plädoyers im Prozess gegen Bürgermeister

20.02.2020, 01:19 Uhr | dpa

Ertrunkene Kinder: Plädoyers im Prozess gegen Bürgermeister. Klemens Olbrich

Der angeklagte Bürgermeister von Neukirchen, Klemens Olbrich. Foto: Uwe Zucchi/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Im Prozess um den Tod von drei ertrunkenen Kindern werden heute die Plädoyers erwartet. Verteidigung, Nebenkläger und Staatsanwaltschaft werden am Amtsgericht Schwalmstadt die Schlussvorträge halten. Möglicherweise wird auch das Urteil gesprochen, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Angeklagt ist der Bürgermeister der nordhessischen Gemeinde Neukirchen. Klemens Olbrich (CDU) muss sich wegen fahrlässiger Tötung verantworten.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hätte der Rathauschef einen Dorfteich absichern müssen, in dem im Juni 2016 zwei Jungen (5 und 9) und ein Mädchen (8) ertranken. Die Familie verlor drei ihrer seinerzeit sechs Kinder.

Bei der Verhandlung wird es um die Frage gehen, ob es sich bei der Wasserstelle um einen Löschwasserteich der Kommune handelt. Ein solcher hätte mit einem Zaun abgesperrt sein müssen. Die Verteidigung ist der Auffassung, dass es nie Hinweise auf eine Gefahrenquelle gegeben habe. Der Verteidiger des Rathaus-Chefs hatte bereits vor Prozessbeginn betont, dass er einen Freispruch erreichen wolle.

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