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Unfallbilanz: Weniger Tote auf Brandenburgs Straßen

Potsdam  

Unfallbilanz: Weniger Tote auf Brandenburgs Straßen

21.02.2020, 12:27 Uhr | dpa

Unfallbilanz: Weniger Tote auf Brandenburgs Straßen. Verkehrsunfallstatistik

Ein Kreuz zum Gedenken an einen Verkehrstoten . Foto: picture alliance / Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Auf Brandenburgs Straßen sind im vergangenen Jahr weniger Menschen ums Leben gekommen als 2018. Es starben 125 Verkehrsteilnehmer, wie Innenminister Michael Stübgen, Verkehrsminister Guido Beermann (beide CDU) und Polizeipräsident Roger Höppner am Freitag bei der Vorstellung der Bilanz in Potsdam mitteilten. Das waren 18 weniger als im Jahr davor.

Damit sank die Zahl der Verkehrstoten den Angaben zufolge auf den zweitniedrigsten Stand seit Bestehen des Landes. Trotzdem betonte Stübgen: "Jeder Unfalltote ist einer zu viel." Demnach kommen in keinem anderen Bereich so viele Menschen zu Schaden wie im Verkehr.

Die Zahl der Verletzten blieb 2019 im Vergleich zum Vorjahr fast gleich: 471 kamen auf 100 000 Einwohner, 2018 waren es vier weniger. Brandenburg bewegt sich im Ländervergleich damit im Mittelfeld. Insgesamt gab es fast 84 000 Verkehrsunfälle, knapp zwei Prozent mehr als im Jahr davor. Die häufigsten Ursachen waren dabei zu wenig Abstand, missachtete Vorfahrt oder überhöhte Geschwindigkeit.

Die meisten Verkehrsunfälle geschahen innerorts, die wenigsten auf den Autobahnen. Dort war an jedem dritten Unfall ein Lastwagen beteiligt. Dennoch waren Brandenburgs Autobahnen im vergangenen Jahr laut Bilanz "so sicher wie noch nie": Die Zahl der Verkehrstoten dort sank von 16 um rund 60 Prozent auf sechs. Heruntergerechnet bedeuten die Zahlen, dass es in Brandenburg alle sechs Minuten einen Unfall gibt, bei dem alle 45 Minuten ein Mensch verletzt wird und alle drei Tage einer stirbt.

Bei den Verkehrstoten liegt Brandenburg mit 50 je eine Million Einwohner im Ländervergleich im oberen Drittel, davor rangieren nur die Flächenländer Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. 2019 starben den Angaben nach drei Kinder im Straßenverkehr.

Polizeipräsident Höppner erinnerte an den tragischen Unfall im Sommer in Eisenhüttenstadt, bei dem ein zehnjähriger Fahrradfahrer von einem Lastwagen erfasst wurde und starb. 195 Kinder wurden auf ihrem Schulweg bei Verkehrsunfällen verletzt. Auch Senioren sind den Angaben nach eine Risikogruppe: Sie waren an fast 19 000 Unfällen beteiligt, von denen sie mehr als zwei Drittel selbst verursachten.

Die Zahl der Motorradunfälle ging den Angaben nach um rund fünf Prozent auf knapp 1300 zurück; in mehr als der Hälfte der Fälle waren die Fahrer schuld. Die meisten waren zu schnell unterwegs oder überholten falsch. 19 Motorradfahrer starben bei den Unfällen, 2018 waren es 16. Auch von den rund 3900 Unfällen mit Fahrrädern - etwa so viele wie im Vorjahr - wurde knapp die Hälfte durch die Radfahrer selbst verursacht. Insgesamt starben 22 Radler, 2018 waren es 20.

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