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Lebenslang nach tödlichem Autorennen: Revision eingelegt

Kleve  

Lebenslang nach tödlichem Autorennen: Revision eingelegt

21.02.2020, 12:41 Uhr | dpa

Lebenslang nach tödlichem Autorennen: Revision eingelegt. Bundesgerichtshof

Vor dem Bundesgerichtshof (BGH) hängt ein Schild mit Bundesadler und dem Schriftzug Bundesgerichtshof. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild (Quelle: dpa)

Der nach einem tödlichen Autorennen in Moers wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilte 22-Jährige ficht das Urteil an. Der Bundesgerichtshof (BGH) soll die Entscheidung des Landgerichts Kleve überprüfen.

Der Angeklagte habe Revision eingelegt, sagte ein Gerichtssprecher am Freitag. Das gelte auch für den anderen Teilnehmer an dem Rennen, der zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden war.

In einem Revisionsverfahren prüft der BGH, ob das Urteil rechtlich einwandfrei ist. Der Sachverhalt wird nicht erneut verhandelt.

Das Gericht hatte am Montag geurteilt. Der 22-jährige Kosovare hatte sich laut Urteil im April 2019 in einem Wohngebiet in Moers ein Autorennen mit einem gleichaltrigen Kontrahenten geliefert. Der Wagen des Kosovaren war dabei gegen das Auto einer unbeteiligten Frau geprallt. Sie wurde so schwer verletzt, dass sie drei Tage später starb. Der andere Fahrer, ein Deutscher, war zu drei Jahren und neun Monaten wegen der Teilnahme an einem verbotenen Autorennen mit Todesfolge verurteilt worden.

Die Staatsanwaltschaft Kleve und der Anwalt der Nebenkläger wollen nach früheren Angaben keine Revision einlegen.

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